Europäische Literaturtage 2023 in Krems an der Donau

Vom 16. bis 19. November widmet sich ein inspirierendes Programm mit internationalen Autor:innen, Philosoph:innen und Tierethiker:innen dem Thema "Tiere und andere Menschen". Auch abseits der Literaturpfade bietet die Region viele Kultur-Highlights.

Die Europäische Literaturtage 2023 stehen vom 16. bis 19. November in Krems a. d. Donau unter dem Thema "Tiere und andere Menschen". Internationalen Autor:innen, Philosoph:innen und Tierethiker:innen dem Verhältnis von Tier und Mensch und stellen sich folgende Fragen: Sind Vernunft, Sprache, Selbstwahrnehmung und moralisches Verhalten Fähigkeiten, die dem Menschen vorbehalten sind? Stürzen neue wissenschaftliche Erkenntnisse den Menschen als vermeintlich legitimen Herrscher über die Welt von seinem Thron? Kann der Blick der Tiere ihm helfen, sich als geschwisterlicher Teil aller Lebewesen dieser Erde zu begreifen? Und welche Rolle spielen Tiere dabei in der Gegenwartsliteratur? 

Auf Einladung des Kurators Walter Grond werden u.a. Michael Köhlmeier, Anne Sophie Meincke, Teresa Präauer, Jan Wagner, Mara-Daria Cojocaru, Sophia Kimmig, Bodo Hell, Eva Meijer, Tara June Winch, Michal Hvorecky, Hilal Sezgin sowie Philippe Sands in Krems erwartet. "Verborgenes und Erlesenes" (in Kooperation mit kremskultur) präsentiert die Autor:innen Christina Walker und Jan Wagner an historisch spannenden Orten in Krems. Albert Hosp wird einen kultur- und kunsthistorischen Spaziergang durch Krems in die Landesgalerie NÖ begleiten. 

Prominenter Auftakt 

Zur Eröffnung sprechen Michael Köhlmeier und die Philosophin Anne Sophie Meincke über das menschliche und tierische Fabulieren, über die Sprache, die Würde und den freien Willen bei Mensch und Tier. Im Gesprächsformat "Themen unserer Zeit" diskutieren unter vielen anderen Mara-Daria Cojocaru und Eva Meijer über die vierte Kränkung des Menschen. Michal Hvorecky und Sophie Kimmig setzen sich mit den Bewohner:innen der Nacht auseinander.

Hilal Sezgin teilt ihre Erfahrungen vom Leben mit Tieren. Sibylle Grimbert und Tara June Winch thematisieren aussterbende Kulturen und Tierarten: Winch erzählt in "Wie rote Erde" davon, wie Menschen und Tiere das Leben von Generationen einer schwindenden Aborigine-Kultur prägten, Grimbert beschreibt in "Der letzte seiner Art" die Liebe eines Zoologen zu einem Riesenalk, dem letzten Exemplar einer seltenen pinguinähnlichen Vogelart. 

Im Text "Tier werden" von 2018 versuchte Teresa Präauer eine erzählerisch-essayistische Einübung in den Gedanken, was es bedeuten könnte, zum Tier zu werden. Lesung & Talk treffen auf Anna Mabos außergewöhnliche Songs, begleitet von Clemens Sainitzer am Cello. 

Bodo Hell, der heuer seinen 80. Geburtstag feiert, lädt zu performativen Kostproben seiner Naturaufnahmen- und - texte. Die Musik kommt von Ramsch & Rosen: virtuose Volksmusik der Gegenwart, entwickelt von den zwei Musiker:innen Julia Lacherstorfer und Simon Zöchbauer. 

Als Abschluss der Europäischen Literaturtage wird im Rahmen einer feierlichen Matinee mit Autoren-Gespräch und Konzert des Duos Sonoma der Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln an Philippe Sands verliehen. Das gesamte Programm und alle Infos finden Sie online unter www.europaeischeliteraturtage.at

Auf zu neuen Ufern

Nicht nur bei den Europäischen Literaturtagen versammeln sich Vordenker:innen, Autor:innen und Künstler:innen entlang des Donauufers. Unweit von Melk – in Krems, Grafenegg oder Dürnstein – finden sich weitere Wachauer Klassiker und kulturelle Neuentdeckungen, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Mehr dazu in der Infobox.

www.europaeischeliteraturtage.at

www.niederoesterreich.at/entdeckertour-kultur-donau-niederoesterreich

Entdeckertour: Auf zu neuen Ufern

Entlang der Donau trifft zeitgenössische Kunst auf eine Jahrtausende alte Kulturlandschaft. Was in der Steinzeit begann, zieht sich wie ein Roter Faden durch die Kulturgeschichte: Die Landschaften an der Donau waren seit jeher Schaffensort und Inspirationsquelle für Künstler:innen. Heute zeugen davon etwa das Schloss Grafenegg, dem der Brückenschlag zwischen klassischer Musik, historischer Architektur und moderner Kunst mehr als gelingt. Nur zehn Kilometer weiter donauaufwärts belebt der baskische Künstler Daniel Domaika die Kremser Kunstszene. Und auf der rechten Seite des Donauufers, am Gipfel des Seekopfes, thront die sogenannte Vierte Wand, die beides zugleich ist: Kunstwerk und Aussichtswarte. 

Der Kulturkompass zeigt, was man im Zuge des Kultur-Urlaubs in Niederösterreich keinesfalls verpassen sollte. 

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