"Ein Hauch von London": Der Naschmarkt soll eine überdimensionale Markthalle aus Stahl bekommen

12.000 Quadratmeter großes Areal mit Fokus auf Gastronomie und regionale Produkte. Bürgerbeteiligungsprozess startet.

Dass der Parkplatz beim Naschmarkt umgestaltet werden soll, wird schon lange diskutiert. Nun wurde bekannt, dass ergänzend zum Naschmarkt ein überdachter Markt mit regionalen österreichischen Produkten und Gastronomie entstehen soll. Die dafür vorgesehene 12.000 Quadratmeter große Asphaltfläche im Bereich des Flohmarktes heizt sich in den Sommermonaten extrem auf, was zu einer massiven Hitzeinsel mit Auswirkungen auf die gesamte Umgebung führt. Daher soll den Plänen von Stadträtin Ulli Sima zufolge ein "Stahl-Carport" entstehen. Unter diesem Dach werden demnach regionale österreichische Produkte  und Gastronomie angeboten. "Ein Hauch von London vor dem Wiener Naschmarkt", beschreibt Sima das Projekt.

 

Märkte-Stadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Markus Rumelhart planen eine seitlich offene Markthalle am Parkplatz...

Gepostet von Stadt Wien am Samstag, 3. Oktober 2020

Im aktuellen Regierungsprogramm hat die Stadt Wien festgelegt, dass bei der Umgestaltung des Naschmarktparkplatzes und der Realisierung einer offenen Markthalle die umliegenden Grätzel unbedingt eingebunden werden sollen. Der Bürgerbeteiligungsprozess wurde bereits gestartet.

"Wien wird wow"

"Der sogenannte Naschmarktparkplatz ist nicht nur unattraktiv, sondern im Sommer eine der größten Hitzeinseln unserer Stadt und damit auch ein großes Problem für unser Stadtklima. Diese Situation wollen wir verbessern. Wir wollen gemeinsam mit euch den Platz neu gestalten. Ziel ist ein kühler Ort mit ausreichend Schatten, möglichst viel Grün und hoher Aufenthaltsqualität. Herzstück dieses Projekts soll eine offene Markthalle werden, die in Hitzeperioden ausreichend Schatten bietet und ein lebendiges neues Grätzelzentrum sein wird. Der Flohmarkt bleibt erhalten", lautet es auf der Seite zum Bürgerbeteiligungsprozess "Wien wird wow".

Die Ergebnisse werden Anfang Juli präsentiert und bilden eine Grundlage für den Gestaltungswettbewerb. Dieser soll im Herbst 2021 starten. Im 1. Quartal 2022 wird das Siegerprojekt gekürt. (jw)

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