"Ich hatte noch nie so viel Budget, aber auch noch nie so viel Arbeit"

Burgenland-Tourismus-Chef Didi Tunkel hat zur Pressekonferenz geladen und ein paar klare Ansagen gemacht.

Vor einem halben Jahr, am 1. September 2020, hat Didi Tunkel die Geschäftsführung von Burgenland Tourismus übernommen. Grund genug für den "Summer Splash"-Erfinder zu einer Pressekonferenz zu laden, um ein erstes Resümee zu ziehen und über den Status quo sowie die Zukunft des Tourismus' im Burgenland – und nicht nur – zu sprechen.

161 Termine in 71 Tagen

"Ich hatte noch nie soviel Budget, aber auch noch nie soviel Arbeit", war nur einer der zahlreichen griffigen Sager, die Tunkel im Rahmen der Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der APA in Wien in petto hatte. Die ersten Wochen seiner Tätigkeit seien vom Kennenlernen des Teams, der Stakeholder, Strukturen und Institutionen geprägt gewesen, so Tunkel. In den ersten 71 Tagen habe er 161 Termine wahrgenommen.

Zu den weiteren Schritten, die seit seinem Antritt gesetzt worden seien, gehöre etwa die Neu-Strukturierung der Geschäftsstelle. Mit Markus Pfeffer wurde ein neuer Marketingleiter und mit Thomas Wagner ein neuer IT- und Digitalisierungsbeauftragter bestellt. Geschaffen wurde auch ein "Gastgeber-Service", der als Anlaufstelle für alle burgenländischen Gastgeber – von 5-Sterne-Hotels bis zu Betreibern einer kleinen Frühstückspension – dienen soll.

Neues Tourismusgesetz als "Riesen-Post-Corona-Chance"

Die Corona-Pandemie stelle natürlich auch die burgenländische Tourismusbranche vor große Aufgaben und Probleme. Hier habe man jedoch mit der Einführung und anschließenden Verlängerung der "Corona Stornoversicherung" ein Erfolgsmodell geschaffen, zeigt sich Tunkel überzeugt. Positiv hob der "Summer Splash"-Erfinder – die Bettenkapazität würde laut Tunkel übrigens nicht ausreichen, um die legendäre Maturareise ins Burgenland zu holen – auch das neue Tourismusgesetz hervor.

Tunkel macht in der Tourismusbranche "Futterneid und Inseldenken" als Problem aus. Deshalb sei das neue Tourismusgesetz, das vorsieht, dass es mit Ende Juni nur noch drei statt 15 Tourismusverbände geben soll, auch gut. Das Gesetz, das mit 19. Februar in Kraft getreten ist, sei eine "Riesen-Post-Corona-Chance", gibt sich der Burgenland-Tourismus-Chef zuversichtlich, da das Burgenland "richtig punkten" könne, "wenn diese Virus-Scheiße" vorbei sei. "Der Fight um den österreichischen Gast beginnt in Kürze", ist Tunkel überzeugt.

"Das Wildpferd Didi Tunkel ist losgelassen"

Auch auf die Pläne für 2021 ging Tunkel ein: So gelte es die Strukturen – sowohl intern als auch extern – zukunftsfitter zu machen. Der Fokus in der Gästebewerbung liege, auch Corona-bedingt, auf dem Inlandsmarkt. In diesem Zusammenhang soll es unter dem Stichwort "Private Gastfreundschaft" eine Privatzimmer-Offensive geben. Darüber hinaus werde eine Digitalisierungsoffensive – inklusive Burgenland Card und einem digitalen Meldewesen – gestartet. 

Die Präsenz in den sozialen Medien soll verstärkt und verbessert werden. Zudem steht das Jubiläum "100 Jahre Burgenland" an. Im Windschatten des runden Geburtstags soll auch der Tourismus in den Fokus gerückt werden. Wie Tunkel verriet, habe er Landeshauptmann Hans Peter Doskozil schon vorgewarnt, dass es Investitionen bedarf, um den Tourismus im Burgenland auf zukunftsfitte Beine zu stellen. Die Pläne des neuen Burgenland-Tourismus-Chefs sind ambitioniert, aber das "Wildpferd Didi Tunkel ist losgelassen", wie es Tunkel selbst kämpferisch formulierte. (as)

Impressionen von der Pressekonferenz finden Sie in unserer Fotogalerie.

www.burgenland.info

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Tunkls beste Sager

  • "Das Wildpferd Didi Tunkel ist losgelassen."
  • "Ich habe es dem Landeshauptmann gesagt: Er muss ins Tascherl greifen."
  • "Der Fight um den österreichischen Gast beginnt in Kürze."
  • "Riesen-Post-Corona-Chance: Wenn der Virus-Sch**ß vorbei ist, können wir im Burgenland punkten."
  • "'Summer Splash' kommt nicht ins Burgenland, da wir momentan zu wenig Bettenkapazität haben."
  • "Der Landshauptmann lässt mich machen."
  • "Ich bin kein Politiker, ich bin Unternehmer – lasst mich bitte nur arbeiten."

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