So hat sich die Personalsuche durch Corona geändert

Gastkommentar von hokify-Chef Karl Edlbauer.

Fachkräftemangel, Corona-Pandemie und Lockdown: Das Jahr 2020 hat am Arbeitsmarkt viele Veränderungen gebracht, auch in der Personalbranche hat sich vieles verändert. Mit klassischen Recruiting Kanälen werden gefragte Fachkräfte nicht mehr erreicht. Der Trend "Mobile Recruiting" setzt sich hingegen durch.

In den letzten Corona-Monaten wurde offensichtlich, dass trotz steigender Arbeitslosenzahlen in vielen Mangelbranchen weiterhin ein hoher Bedarf an neuen Mitarbeitern besteht. Die Coronakrise zwingt Österreichs Arbeitgeber schneller auf moderne Recruitingkanäle zu setzen, um effizient und digital Mitarbeiter zu finden. Klassische Post-and-Pray Stelleninserate strapazieren das Budget und führen nicht mehr zum gewünschten Erfolg. Social Media und performance-basierte Modelle werden in Zukunft immer wichtiger.

Warum Social Media?

Jobsuchende unter 25 Jahren sind daran gewöhnt, sich mit Posts und Status-Updates auszudrücken und haben Instagram und Co. fest in ihren Alltag integriert. In wenigen Jahren werden sie die bedeutendste Gruppe am Arbeitsmarkt darstellen. Sie teilen Informationen täglich über unterschiedliche Social Media-Kanäle.

Es ist daher nur verständlich, dass sie auch über ihr Smartphone nach Jobs suchen und sich mobil bewerben wollen. Das Mediennutzungsverhalten hat sich durch Social Media- und Smartphonenutzung in den letzten Jahren stark verändert. Unternehmen müssen das berücksichtigen, um auch 2021 passende Kandidaten anzusprechen. Diese wollen sich schnell am Smartphone bewerben und das ohne umständliche online Formulare und Datei-Uploads. Bereits jetzt verwendet jeder zweite Österreicher eine Social Media Plattform.

Messbar zum Erfolg

Wer aus der Coronakrise als Recruiting-Gewinner hervorgehen will, muss auf benutzerfreundliche Bewerbungsprozesse und Social Media Kandidatenansprache als Mittel gegen den neu befeuerten Fachkräftemangel setzen. Wer hingegen blind auf teure Post-and-Pray Stelleninserate setzt, wird in Zukunft immer weniger Kandidaten erreichen. Altmodische und nicht-messbare Personalwerbung abzuschütteln kann für Unternehmen finanzielle Einsparungen bringen und ist ressourcenschonend.

Die Job-Plattform hokify hat alleine im Jahr 2020 rund 3.000 Social Media Kampagnen umgesetzt, die 15.000 zusätzliche Bewerbungen geliefert haben.

Was wünscht sich die Generation Z?

Besonders junge Leute wollen mobil nach Jobs suchen und sich direkt am Smartphone bewerben. Schon jetzt wünschen sich drei von vier Jobsuchenden unter 25 Jahren eine mobile Bewerbung, wie eine gemeinsame Studie der FH Wien der WKW und der Job-Plattform hokify zum Thema "Mobile Bewerbung. Millennials & Generation Z" ergab.

Daneben zeigt die Studie, dass es in Zukunft nötig sein wird, den Bewerbungsprozess zu beschleunigen. Vor allem die junge Generation wünscht sich eine Bewerbung, die in unter 30 Minuten erstellt werden kann. Potentielle Bewerber wollen sich ohne umständliches Motivationsschreiben in Briefform am Smartphone bewerben.

www.​hokify.at​


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