Verschwörungstheoretiker setzen Mobilfunkmasten in Brand

Fake News über Zusammenhang zwischen Coronavirus und 5G als Auslöser. 

Wenn das Coronavirus auf den Mobilfunkstandard 5G trifft, dann schrillen bei Verschwörungstheoretikern die Alarmglocken. Wie der Guardian berichtet, wurden in den vergangenen Tagen in mehreren britischen Städten Mobilfunkmasten – von denen nicht einmal alle 5G-Masten waren – in Brand gesetzt. Der Auslöser sind abstruse Theorien, dass Symptome wie Atemnot, die durch das Coronavirus hervorgerufen werden, in Wirklichkeit von 5G-Strahlen ausgelöst werden oder dass 5G das Immunsystem schwäche und so das Risiko für eine Infektion mit COVID-19 erhöhe. Wissenschaftliche Belege gibt es für diese Verschwörungstheorien natürlich keine.

Im Vorfeld der Zündeleien seien zudem Mitarbeiter von Telekomfirmen beschimpft worden. So wurde ihnen beim Verlegen von Glasfaserleitungen vorgeworfen, sie würden "Technik zum Töten der Bevölkerung" installieren. Einer der Masten wurde am Freitag in Liverpool angezündet. Der Bürgermeister von Liverpool, Joe Anderson, bestätigte, dass auch er Drohungen bekommen hätte.

Die britische Politik verstärkt deshalb jetzt den Ruf nach einem rigideren Vorgehen gegen Fake News und Verschwörungstheorien. Mit Erfolg: YouTube kündigte am Sonntag an, dass künftig sämtliche Videos, die COVID-19 mit 5G in Verbindung bringen, gelöscht werden. (red)

www.theguardian.com

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