"Solidaritätsakt": Supermärkte schränken sich beim Verkauf von Non-Food-Artikeln ein

Ab Karsamstag werden die Lebensmittelketten Rewe, Spar, Hofer, Lidl und Metro unter anderem keine Fernseher, Computer, Gartenmöbel und Pools mehr verkaufen.

Ab kommenden Samstag wird es in Österreichs Supermärkten Einschränkungen beim Verkauf von sogenannten Non-Food-Artikeln, also Waren, die keine Lebensmittel sind, geben. Dass bei Merkur, Hofer und Co. bisher unter anderem Gartenmöbel, TV-Geräte, Fahrräder und ähnliches verkauft werden, hatte bei vielen Händlern aus dem Non-Food-Bereich, die aufgrund der Coronakrise am 16. März ihre Geschäfte schließen mussten für großes Unverständnis und auch Kritik an den Lebensmittelhändlern, die diese Produkte weiterhin verkauft haben gesorgt.

Aus diesem Grund haben sich die CEOs der fünf großen Lebensmittelhändler – Marcel Haraszti von Rewe, Gerhard Drexel von Spar, Horst Leitner von Hofer, Alessandro Wolf von Lidl und Xavier Plotitza von Metro –  am Freitag auf einen "Solidaritätsakt mit den vielen Non-Food-Händlern, die derzeit im Zuge der Corona-Beschränkungen nicht geöffnet sein dürfen", geeinigt.

Notlage nicht ausnutzen

Die genannten fünf großen Lebensmittelhändler beschränken sich ab Karsamstag, 11. April 2020, freiwillig im Verkauf ihres Non-Food-Sortiments. Sie wollen damit nach eigenen Angaben ein Signal und einen Akt der Solidarität setzen. "Wir wollen mit diesem Akt der Solidarität zum Ausdruck bringen, dass wir keinesfalls die Notlage von vielen Non-Food-Geschäften, die derzeit nicht geöffnet sein dürfen, ausnutzen und schränken daher von uns aus große Teile des Non-Food-Sortiments im Direktverkauf ein", so die fünf Handelsbosse in einem gemeinsamen Statement.

Direktverkauf bedeutet, dass die betroffenen Non-Food-Artikel nicht mehr in den Geschäften zu erwerben sein werden. Onlinebestellungen sowie Hauszustellungen sind von diesen Beschränkungen ausgenommen. Die Warengruppen, die unter die Beschränkung fallen sind:

  • TV-Geräte
  • Computer (nicht jedoch Zubehör)
  • Fahrräder und E-Bikes
  • Navigationsgeräte
  • Elektrogroßgeräte wie Waschmaschinen, Wäschetrockner, Kühlschränke, Gefrierschränke, Herde, Geschirrspüler
  • Heimwerker-Großgeräte
  • Möbel inkl. Gartenmöbel
  • Damen-, Herren- und Kinderoberbekleidung
  • Sportbekleidung
  • Babybekleidung
  • Autozubehör
  • Malerbedarf
  • Pools und Poolzubehör
  • Fitness-Großgeräte

 

Positives Signal an Kollegen

"Ich bin sehr froh über diese Lösung und respektiere sehr diese freiwillige Selbstbeschränkung der großen Lebensmittelketten in unserem Land. Die Situation ist für uns alle enorm schwierig, weshalb dieser Akt der Solidarität ein sehr positives Signal an die tausenden Kolleginnen und Kollegen, die derzeit ihre Geschäfte nicht offen halten dürfen, darstellt", zeigt sich Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich, erleichtert. "Ich hoffe natürlich, dass die Bundesregierung schon bald wieder in der Lage sein wird, die Schließung beim Großteil des heimischen Handels aufzuheben und wir schrittweise dem Normalzustand wieder näherkommen." (red)

www.rewe-group.at

www.spar.at

www.metro.at

www.hofer.at

www.lidl.at

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