Sanofi vor CureVac im Pharma-Rennen

Nichts ist derzeit gefragter als ein Mittel gegen das Coronavirus. Welche Pharma-Riesen haben medial die Nase vorne? 

Forschungseinrichtungen arbeiten mit Hochdruck an Impfstoffen gegen das Coronavirus.Weltweit laufen WHO zufolge knapp 50 Projekte, in denen Unternehmen, Universitäten und Institute an einem Impfstoff gegen das Virus arbeiten. Sie alle eint, dass sie das größte medizinische Problem dieser Tage lösen wollen, vor allem aber ist es auch ein ökonomischer Wettlauf. Aus einem überschaubaren Forschungsbudget wird ein Milliarden-Deal, Firmen und Labore, die heute vielleicht noch unbekannt sind, werden über Nacht Börsen-Schwergewichte.

Zwei europäische Firmen unter den Top 3

Das mediale Ranking wird einer Untersuchung des Observer zufolge von Sanofi mit 175.903 Online-Erwähnungen angeführt. An zweiter Stelle landet die Tübinger Biotech-Firma CureVac rund um den deutschen Haupteigentümer Dietmar Hopp mit 166.818 Treffern. Der Investor geriet in den letzten Wochen vor allem deshalb in die Schlagzeilen, weil er US-Präsident Donald Trump, der CureVac abwerben wollte, eine Absage erteilte.

Auf dem dritten Platz liegt der amerikanische Hersteller Johnson&Johnson mit 140.290 Online-Nennungen, gefolgt von seinem US-Konkurrenten Moderna mit 92.240 Erwähnungen. Zu den Top-Ten dürfen sich auch noch AbbVie (55.970), Inovio (48.487), Novavax (17.049) – alle ebenfalls aus den USA – das deutsche BioNTech Unternehmen (18.831), die chinesische Fosun-Gruppe (16.310) sowie Heidelberg Pharma (2.429) zählen.

Einzelne Forscher werden zu Helden

Auch einzelne Forscher werden aktuell zu Helden hochstilisiert. Zu erwähnen wäre etwa die führende chinesische Biochemie-Expertin Chen Wei, die sich selber Anfang März dem ersten menschlichen Test eines Coronavirus-Impfstoffes unterzog. Im Beobachtungszeitraum der letzten drei Monate kam sie so auf 306.500 Online-Erwähnungen mit einem sehr hohen Engagement (3,6 Millionen). In Europa gilt der deutsche Virologe Christian Drosten mit 55.900 Erwähnungen und 1,8 Millionen Interaktionen als einer der medial präsentesten Forscher in der Coronakrise.

Die Zahlen seien dem Observer zufolge generell bemerkenswert, da Pharmaunternehmen eher eine geringere und wenn dann oft negative mediale Präsenz aufweisen würden. Eine "Mentions-over-time"-Grafik belegt, dass die Corona-Krise der Pharmabranche derzeit eine einzigartige und auch positive Präsenz in den Online-Medien beschert. (jw)

www.observer.at

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