Diese Projekte haben enorm viel Geld verschlungen

LEADERSNET listet einige der größten Fails aus Tourismus und Handel.


Fehlplanung hat wohl Tradition. Rund um den Erdball finden sich zahlreiche Beispiele, wie Touristiker und Investoren massenhaft Geld in Projekte gesteckt haben, die zum Teil nie realisiert werden.

Vor Dubai versinkt ein Prestige-Projekt im Meer

Der Bau einer künstlichen Inselformation, The World Islands, bestehend aus 300 Sandinseln, welche zusammen die Form einer Weltkarte ergeben sollen, startete im Herbst 2003. 321 Millionen Kubikmeter Sand und über 14 Milliarden US-Dollar später ist bis dato lediglich eine der Inseln – Libanon – fertiggestellt. Seit 2016 wurden nur noch neun Inseln weiterentwickelt, von denen jedoch auch nur zwei aktiv genutzt werden können. Auf der einen Insel befindet sich der Royal Island Beach Club, die andere beheimatet eine Luxusvilla und einen Hubschrauberlandeplatz. Medienberichten zufolgen soll weiter gebaut werden, allerdings könnte Experten zufolge das ganze Projekt infolge von Witterung und Erosion bald im Meer versinken. 

China wollte mit der größten Shoppingmall der Welt punkten und scheiterte kläglich. In Dongguan sollte auf 892.000 Quadratmetern die New South China Mall  mit 2350 Shops, Hotel und einer Achterbahn errichtet werden. Über eine Milliarde Euro wurde investiert, das Projekt fertiggestellt. Aber 99 Prozent der Verkaufsfläche stand leer. Kunden? Fehlanzeige. Das Shoppingcenter bekam daher den Spitznamen "Dead Mall".

Auf einem 40 Hektar großen Gelände am Stadtrand von Peking sollte der größte Freizeitpark Asiens entstehen. Was vom "Wonderland" geblieben ist, ist eine surreale Landschaft mit halbfertigen aber verfallenen Märchenschlössern.

Eine Brücke ins Nichts
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Der Bau der Foreshore Freeway Bridge in Kapstadt begann in den frühen 1970er Jahren, wurde jedoch 1977 abgebrochen und das Bauwerk bisher nicht vollendet – und das obwohl lediglich 260 Meter Straße fehlen.  Die genauen Gründe dafür sind nicht bekannt, der Kostenpunkt hingegen schon: 550 Millionen Euro wurden investiert.

Seit fast acht Jahren wartet Berlin auf den Start des Flughafens BER, als neustes Eröffnungsdatum gilt 2021. Die Kosten für den Hauptstadtflughafen fallen einem Medienbericht zufolge noch höher aus als geplant: um fast 300 Millionen Euro mehr als bislang veranschlagt. Allein für die Fertigstellung des Hauptterminals fehlen dem Bericht zufolge noch 212 Millionen Euro an Nachlaufkosten. Die Kosten des Gebäudes steigen demnach auf 2,6 Milliarden Euro. (red)

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