Wirtschaftsmotor Ostregion: "Wir geben das Denken nicht an den Landesgrenzen ab"

Hochkarätig besetzte Diskussion: Johanna Mikl-Leitner, Michael Ludwig und Wirtschaftsvertreter diskutierten über die Wachstumspotenziale und Zukunftsprojekte in der Ostregion

Die Kommunikationsagentur alpha_z und die Plattform für Zukunftsdialog Austrian Roadmap 2050 luden zum exklusiven Get-Together der niederösterreichischen und Wiener Wirtschaft ins Palais Niederösterreich. Im Rahmen des Jahressymposiums "Wirtschaftsmotor Ostregion" diskutierten Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig Zukunftsprojekte über ein gemeinsames Maßnahmenpaket zur Weiterentwicklung von Österreichs dynamischster Wirtschaftsregion.

Im Fokus stand dabei der zügige Ausbau der Verkehrsverbindungen auf Schiene, Straße und Wasser, großflächiger Breitband-Ausbau, Digitalisierungs-Offensive und weitere Verstärkung von Forschungs- und Bildungsprojekten.

Lobautunnel, dritte Piste und Breitband

"Wir verstehen uns als gemeinsamer Wirtschaftsraum und haben es bestens gelernt, das Denken nicht an den Landesgrenzen abzugeben", brachte Landeshauptfrau Mikl-Leitner das Erfolgsgeheimnis der Ostregion im Gespräch mit Presse-Chefredakteur Rainer Nowak auf den Punkt. "Wir haben ein gemeinsames Ziel: Die Menschen so schnell wie möglich von A nach B zu bringen, weniger Stau und dadurch höhere Lebensqualität zu schaffen. Darum denken wir speziell bei der Verkehrsinfrastruktur immer grenzüberschreitend", so Mikl-Leitner.

Auch beim Breitbandausbau und dem 5G-Mobilfunk komme man nicht alleine weiter. "Bei der digitalen Infrastruktur stehen wir vor großen Herausforderungen, die wir als Region nur gemeinsam meistern können", betonte Bürgermeister Ludwig. Die beiden Bundesländer erwarten sich dafür kräftige Unterstützung durch die neue Bundesregierung, der man bereits ein umfassendes gemeinsames Maßnahmenpaket zur Infrastrukturentwicklung in der Ostregion für die Koalitionsverhandlungen vorlegte.

Im Brennpunkt dabei: Rasche Weichenstellung für die Fertigstellung von S1, Nordostumfahrung und Lobautunnel, Investitionen in Ausbau und Beschleunigung des Schienennetzes, zügige Genehmigung und Bau der dritten Piste am Flughafen Wien-Schwechat, Ausbau der Donau als Verkehrsweg und innovative Digitalisierungsprojekte wie z.B. ein PPP-Finanzierungsmodell für den Breitband-Ausbau sind dabei nur einige der Highlights, um die Region Wien und Niederösterreich langfristig als "Smart Spot" Europas auszubauen.

Wien und Niederösterreich im europäischen Spitzenfeld

Die Bundesländer Wien und Niederösterreich bilden seit jeher einen eng vernetzten Wirtschaftsraum mit mehr als 3,5 Millionen Einwohnern; mehr als ein Drittel des gesamten österreichischen Bruttoinlandsprodukts wird hier erwirtschaftet. Die Zusammenarbeit zwischen Wien und Niederösterreich hat eine lange Tradition und wird durch Themen wie Digitalisierung, Bevölkerungswachstum oder Umweltschutz immer wieder neu auf die Probe gestellt.

Unter dem Motto "Wirtschaftsmotor: Wirtschaftskraft" skizzierten Top-Unternehmen der Ostregion, welche Hausaufgaben der Wirtschaftsstandort in den nächsten Jahrzehnten erfüllen muss, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Ihre Sicht der Dinge legten Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck, ecoplus-Geschäftsführer Jochen Danninger, Michael Strugl, stellvertretender Vorstandsvorsitzender beim Verbund, ÖBB Infrastruktur-Vorstand Silvia Angelo und Billa-Vorstandssprecher Robert Nagele.

Digitalisierung als Schlüssel für die Region

Beim Thema "Smart City. Smart Region." ging es um die Innovationen und Trends, die die Zukunft der Ostregion bestimmen werden. Grundtenor der Diskussion: Es tut sich viel, doch die großen technologischen Sprünge erfordern Entschlossenheit, Transparenz und Geduld.

So sieht etwa Hartwig Hufnagl, Vorstand der ASFINAG, noch einen weiten Weg, bis autonomes Fahren Realität wird: "Hier bräuchte es weiterführende EU-weite politische Rahmenbedingungen, um die technischen Gegebenheiten voranzubringen und zu beschleunigen." Nach Ansicht von Ulrike Huemer, Chief Innovation Officer der Stadt Wien, wird künstliche Intelligenz (KI) der Digitalisierung den entscheidenden Schub geben. Die Stadt Wien beleuchtet aber auch intensiv die ethischen Konsequenzen und notwendige Vorsicht beim Ausbau von KI und digitaler Vernetzung.

Hans Roth, Aufsichtsratsvorsitzender von Saubermacher, hofft unter anderem auch auf die Politik, um die LKW-Flotte des Entsorgungsunternehmens gänzlich auf Hybridantriebe umzustellen. Günther Ofner, Vorstand vom Flughafen Wien, relativierte den klimaschädlichen Ruf der Flugindustrie: "Der Flugverkehr in Europa ist nur für 0,56 Prozent des CO2-Austoßes verantwortlich. Ich sehe großes Potenzial im synthetischen, CO2-neutralen Kerosin. Das ist in der Herstellung zwar noch sehr teuer, aber die Technologie ist da. Wir haben alle Mittel in der Hand, um das Verkehrssystem der Zukunft CO2-neutral zu gestalten. Man muss es nur tun." (red)

Hochkarätige Gästeliste

Unter den Gästen wurden unter anderem Investor Klemens Hallmann mit Gattin Barbara Meier, Haubenkoch Toni Mörwald, Werber Rudi Kobza, Reed Exhibitions Austria-CEO Benedikt Binder-Krieglstein, PR-Mann Niko Pelinka, ProSiebenSat.1 Puls 4-CCO Michael Stix, Meinungsforscherin Sophie Karmasin, Magenta-Chef Andreas Bierwirth sowie Erste Bank-Vorstand Thomas Schaufler gesehen. Wer sonst noch mit dabei war, sehen Sie in unserer Fotogalerie. (red)

www.roadmap2050.at

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