Wiener Traditionsbad steht vor der Schließung

Dianabad in der Leopoldstadt muss nach über 200 Jahren Betrieb im Herbst 2020 zumachen.

Eines er traditionsreichsten Bäder der Bundeshauptstadt wird wohl bald Geschichte sein: das Dianabad in der Leopoldstadt steht wie es scheint nun endgültig vor dem Aus. Schon Anfang des Jahres wurden Gerüchte laut, dass das Hallenbad seine Pforten schließen könnte, nun scheint es so gut wie gewiss. Die Stadt Wien will das Privatbad weder mieten noch kaufen. Wenn kein Wunder passiert, wird das Hallenbad nach über 200 Jahren Betrieb im Herbst 2020 geschlossen.

Mit der Schließung des Dianabads würden Besucher auch zahlreiche Attraktionen wie Reifenrutsche, Wellenbecken und Piratenschiff oder eine Sauna mit Honig- und Salzaufgüssen verlieren. Das Bad in der Lilienbrunngasse im zweiten Bezirk ist reich an Geschichte: die erste Badeanstalt für betuchte Gäste wurde vor 209 Jahren errichtet. Das Hallenbad wurde später vier Mal neu gebaut, zuletzt im Jahre 2000 mit einer Förderung von 200 Millionen Schilling, umgerechnet rund 14,5 Millionen Euro. Damit gab es die Auflage, dass das Privatbad 20 Jahre lang betrieben werden muss.

Bald Büros statt Bad?

Diese Frist läuft im Oktober 2020 ab. Die Eigentümer des Hauses – Raiffeisen und Uniqa – haben der Stadt ein Mietangebot unterbreitet. Das wurde vom Rathaus abgelehnt. Auch ein Kauf kommt nicht in Frage. Über die Zukunft des Dianabades hält sich die private Betreibergesellschaft bedeckt. Im Frühjahr soll die Entscheidung fallen. Dem Vernehmen nach sind Büros geplant. (red)

www.dianabad.at

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