Handelsverband präsentiert "Digital Retail Visibility Report" 2019

"Expedition Kunde": Spuren der Customer Journey und das Bild der "digitalen Lage" des österreichischen Einzelhandels.

Am Mittwoch präsentierte der Handelsverband die Ergebnisse des aktuellen "Digital Retail Visibility Report" 2019: "Wie verhält sich der Konsument vor, während und nach dem Kauf eines Produktes?" ist die zentrale Frage der Erhebung. Unter dem Motto "Expedition Kunde" wurde zum zweiten Mal in Folge die Customer Journey, also die Reise von der Kauf-Idee bis zum Erwerb, von über 2.000 Konsumenten anhand von 10 konkreten, für ihre jeweilige Produktgruppe stellvertretenden Produkten abgefragt.

Die A-Lage in der digitalen Welt ist die erste Ergebnisseite der Suchmaschine Google. Wer es dorthin nicht schafft, wird vom Konsumenten schlicht nicht gesehen. Aber wie steht es um die „digitale Lage" des österreichischen Einzelhandels? Welche Händler haben sich die besten Google-Positionen gesichert? Sind die größter Einzelhändler auch die sichtbarsten? Wer rankt am besten in welcher Warengruppe?

Der Faktor Lage ist online und analog entscheidend

"Lage, Lage, Lage – das Credo bei der Immobilien-Standortwahl gilt auch in der digitalen Welt, denn 75 Prozent der Konsumenten suchen Informationen zu Einzelhandelswaren im Internet. Eine gute Lage im Ranking der größten Suchmaschinen bringt Kunden-Traffic und damit Conversion, also Kaufabschlüsse. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem Österreichs große Händler in der Regel gut aufgestellt sind, aber auch Spezialisten decken ihre Segmente verblüffend gut ab. Daher dient diese Studie auch als Rüstzeug für KMU, denn nicht die umsatzstärksten auch immer die sichtbarsten sind: Amazon ist nicht in allen Warengruppen die Nr.1. Die Suchmaschine ist die bundesweite, digitale Einkaufsstraße, vom Burgenland bis nach Vorarlberg", so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Aufgrund der dominanten Marktstellung von Google im Suchmaschinen-Markt hat sich die Analyse auf diese beschränkt. "Suchmaschinen bieten für Unternehmen die Chance, genau in dem Moment sichtbar zu sein, in dem ihre Kunden einen Bedarf haben. Wer Bedarf hat, sucht auch. Heute kann das Ziel aber nicht mehr nur sein, in der Suchmaschine auf Seite eins zu erscheinen – nur wer wirklich ganz oben ist, wird geklickt. Sichert man sich diesen Klick nicht, gibt man den Kunden an die Konkurrenz ab", so Markus Inzinger, geschäftsführender Gesellschafter von Otago Online Consulting

Report zur "digitalen Lage" des österreichischen Einzelhandels

Aber wie steht es nun um die „digitale Lage" des österreichischen Einzelhandels? Welche Retailer haben sich die besten Positionen auf google.at gesichert? Sind die größter Einzelhändler auch die sichtbarsten? Welche Nischen-Player haben die Nase vorn?Diese Fragen beantwortet der brandneue Digital Visibility Report, die größte Erhebung zur Suchmaschinen-Sichtbarkeit der Einzelhandelsbranche in Österreich, welche der Handelsverband in Kooperation mit dem Suchmaschinen-Spezialisten Otago Online Consulting erstellt hat.

Für den Report wurden acht branchenspezifische Keyword-Sets erstellt. Aus den Suchergebnissen jedes einzelnen dieser insgesamt über 40.000 Keywords wurde anhand rund 2 Mio. Datensätzen ein Index für die Sichtbarkeit in google.at errechnet.

Die Retail-Branchensieger

Österreichs größter Elektronikhändler Media Markt hat sich auch digital die Top-Platzierung in der Branche Computer & Elektronik gesichert und erreicht den größten Sichtbarkeitsindex. Ebenso XXXLutz und Intersport als größte Möbel- bzw. Sporthändler Österreichs – sie haben bei Suchen in Google.at in ihrer jeweiligen Branche die Nase vorne.

Aber nicht immer sind die größten auch die digital sichtbarsten. Am umsatzmäßig in seiner Branche fünftplatzierte Händler Douglas zum Beispiel kommt kein Konsument vorbei, wenn er Drogerie- und Parfümerie-Waren in Google.at sucht. Ähnlich verhält es sich im Segment "Heimwerken & Garten": Die meisten Marktanteile in Österreich hält Obi, die meiste Visibility jedoch mit Abstand Hornbach.

Natürlich haben sich auch die bekannten Pure Onliner ihren Platz auf dem Sichtbarkeitstreppchen gesichert: amazon.de in der Warengruppe Bücher & Papierbedarf, zalando.at im Bereich "Fashion & Accessoires". Aber eben auch nur in diesen – Amazon ist nicht in allen Warengruppen der sichtbarste Händler. Das liegt laut Will und Inzinger jedoch auch daran, dass Amazon selbst längst als Suchmaschine genutzt wird.

Details zum Digital Retail Visibility Report" sowie die ganze Studie zum Download finden Sie hier. Eindrücke vom Pressegespräch finden Sie in unserer Fotogalerie. (rb)

www.handelsverband.at

www.otago.at

Top-Retailer nach Warengruppe (ohne Spezialisten)

Lebensmittel

billa.at (Platz 6)
unimarkt.at (Platz 15)
hofer.at (Platz 16)

Fashion & Accessoires

zalando.at (Platz 1)
ottoversand.at (Platz 2)
aboutyou.at (Platz 3)

Wohnen & Einrichten

xxxlutz.at (Platz 1)
moebelix.at (Platz 2)
home24.at (Platz 3)

Heimwerken & Garten

hornbach.at (Platz 1)
obi.at (Platz 3)
lagerhaus.at (Platz 9)

Computer & Elektronik

mediamarkt.at (Platz 4)
cyberport.at (Platz 6)
conrad.at (Platz 7)

Drogerie & Parfümerie

douglas.at (Platz 1)
notino.at (Platz 3)
amazon.de (Platz 4)

Bücher & Papierbedarf

amazon.de (Platz 4)
thalia.at (Platz 7)
weltbild.at (Platz 10)

Sport & Freizeit

intersport.at (Platz 1)
hervis.at (Platz 3)
amazon.de (Platz 8)

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