Dienstagabend bekamen bei der Puls4-Show "2 Minuten, 2 Millionen" wieder eine Hand voll heimischer Start-ups die Möglichkeit, die Investorenrunde von ihren Projekten zu überzeugen. Eines davon ist "Barkinsulation", ein junges Start-up aus Salzburg, dass sich den Rohstoff Rinde zunutze macht und nachhaltige Ziele verfolgt. Für das Patent auf die "umweltfreundliche Alternative für Styropor" gab es 50.000 Euro Investment.
Rinde wird in Österreich von vielen außerhalb der Natur als Abfallprodukt in Sägewerken gesehen. Dass die schützende "Haut" des Baumes noch mehr kann und hervorragende Isoliereigenschaften aufweist, das zeigen Marco Morandini, Bernhard Lienbacher und Tobias Ulrich, drei Absolventen des Studiengangs Holztechnologie an der FH-Salzburg, mit ihren Produkten: in ihrem Start-up Barkinsulation stellen sie Bier- und Weinkühler aus Rinde her.
Erst vergangene Woche pitchte Barkinsulation gemeinsam mit den Start-ups "
Waterdrop", "
Cubert", "
Beltys" und "
MoveNow" in Linz im Rahmen der "East Meets West"-Roadshow der Convention Bureaux aus Salzburg und Tirol und räumte dort den Preis für den "Start-up Champion" ab. (
LEADERSNET berichtete).
1,8 Millionen Kubikmeter Rinde fallen in Österreich pro Jahr an
1,8 Millionen Kubikmeter fallen von dem Rohstoff Rinde jährlich in Österreich an. Das Team von Barkinsulation betrachtet Rinde als "Hightechmaterial" und betreibt damit Upcycling, indem es Bier-, Wein- und Getränkekühler daraus herstellt – das dazu benötigte Material, Lärchenrinde, bezieht Barkinsulation aus drei Salzburger Sägewerken.
Anfangs produzierte Barkinsulation alles selbst – in Kleinserien im Fahrradkeller, der Schnitt lag bei vier Kühlern pro Woche. Jetzt stehe man bei 1500 Kühlern im Monat, wobei immer noch alles selbst hergestellt wird, so Morandini. Das Team sei nun mit der Produktion ausgelastet und möchte den Vertrieb künftig auslagern. Auch Gespräche mit einer großen Brauerei, die das Produkt in der Hotellerie und Gastronomie vertreiben möchte, sind gelaufen, für die Umsetzung ist aber ein Finanzierungspartner nötig – daher der Weg ins "2 Minuten, 2 Millionen"-Studio.
Der Weg hat sich gelohnt: Hans Peter Haselsteiner und Leo Hillinger investieren 50.000 Euro mit der Aussicht einer zweiten Finanzierungsrunde, sobald das Patent als Verpackunsgmaterial feststeht. (rb)
www.barkinsulation.com
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