"Glokalisierung und soziale Mobilität sind Kernthemen der Zukunft"

Speaker Tristan Horx sprach für die AmCham-Talkreihe über das, was auf uns zukommt.

Beim ersten Business Breakfast der American Chamber of Commerce in Austria (AmCham) im Jahr 2019 im Hilton Vienna Plaza drehte sich alles um das Thema Zukunft. Wer könnte also besser als Gastspeaker auftreten, als ein Zukunfsforscher? Tristan Horx vom Zukunftsinstitut, der sich aus Familientradition mit diesem Thema beschäfigt, sprach zu Trends, wo Hypes mit Vorsicht zu genießen sind, zur "Glokalisierung" und der wachsenden Wichtigkeit von sozialer Mobilität.

"Wirtschaftliche Weichenstellungen können nur mit dem richtigen Verständnis für gesellschaftliche Entwicklungen durch die Digitalisierung getroffen werden", so begrüßte AmCham-Vorstandsmitglied Tatjana Oppitz (Wirtschaftsuniversität Wien) das Publikum. Wohin entwickelt sich die Gesellschaft in Zeiten der Hyperdigitalisierung und welche Trends werden die Wirtschaft prägen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, übernahm Tristan Horx das Wort.

Temporäre Hypes vs. Megatrends

Horx warnt davor, temporäre Hypes mit Megatrends zu verwechseln, die nachhaltige Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens haben. Konnektivität und Individualität sind für den Zukunftsforscher aktuelle Megatrends, die auf den menschlichen Grundbedürfnissen beruhen und durch die Digitalisierung auf eine neue Ebene gehoben werden. Jeder Trend erzeuge eine Gegenbewegung, führt Horx am Beispiel von Ernährungstrends aus.

Biografien verlaufen heute nicht mehr linear: Während in früheren Jahrzehnten das Berufsleben nach der Ausbildung begann, ist lebenslanges Lernen beispielsweise durch Postgraduate-Programme und notwendige Weiterbildung durch technologische Entwicklung Realität geworden. Dadurch kommt es zu einem Verschwimmen der Grenzen zwischen den Generationen, die früher in klar differenzierbare Kohorten eingeteilt werden konnten. Heute müssten sich Individuen Gemeinschaften formen, so Horx.

Glokalisierung als "the best of both worlds"

Als Schnittmenge zwischen Globalisierung und einem starken Wunsch nach lokalen Wurzeln bilde sich die „Glokalisierung“, ermöglicht durch das Internet. Firmen werden zu internationalen Netzwerken, die von lokalen Kompetenzen der Mitarbeiter in den einzelnen Ländern profitieren. Auf der Welt entwickeln sich aktuell 50 Megacity-Cluster mit jeweils über 25 Millionen Einwohnern, die mit Stadtstaaten vergleichbar sein werden. Für Horx ist ein Welt-Parlament mit einem Bürgermeister für diese Megacities ein Beispiel für diese neue Weltordnung. "Soziale Mobilität wird zu einer Kernfrage des gesellschaftlichen Erfolgs", fasst Horx zusammen.

Wirtschaftszukunft zum Frühstück

Zum ersten Business Breaktfast des Jahres begrüßte die American Chamber of Commerce in Austria im Hilton Vienna Plaza unter anderen Hendrik Bremer (PwC Strategy&), Martin Brodey (Dorda Rechtsanwaälte), Martin Butollo (Commerzbank), Joahnnes Dobretsberger (Oracle), Joseph Eisen (American International School), Wolfgang Fenkart-Fröschl (Western Union International Bank), Egbert Fleischer (Bawag Group), Bianca Glos (CBRE), Julia Rauner-Guerrero (U.S. Embassy), Werner Kindl (Bisnode), Charles LaFond (Into Results), Tanja Lahaye (Randstad), Claudia Marek (Boston Scientific), Oliver Stamm, Helmut Oszvald (IBM), Ferdinand Piatti (BDO), Carina Pliss (Palais Hansen Kempinsky), Julian Probst (Procter & Gamble), Bernhard Syeringer (MRV Research), Angelika Sommer-Hemetsberger (Oesterreichische Kontrollbank), Linda Villarreal-Paierl (Unternehmensberaterin), Elisabeth Thun-Hohenstein (TNS Networking Services), Brigitte Trattner (Hotel Intercontinental), Fabrizio Vismara (Oracle), Maximilian Wald (Procter & Gamble), Sarah Wared (Wolf Theiss) und Claudia Witzemann (weXelerate Innovation Hub).

Weiterführende Informationen finden Sie hier, Impressionen vom AmCham Talk mit Tristan Horx finden Sie in unserer Fotogalerie. (red)

Tristan Horx blickt mit der American Chamber of Commerce beim ersten Business Breakfast des Jahres im Hilton Vienna Plaza in die Zukunft. 

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