Elon Musk will Marsmensch werden

Vom Silicon Valley ins Weltall: in den nächsten sieben Jahren soll angeblich eine Mission zum roten Planeten möglich sein.

Die Erde scheint dem exzentrischen Tesla-Gründer nicht mehr genug zu sein, darum schmiedet Elon Musk laut eigenen Angaben eifrig Pläne, sich zum Marsianer zu mausern. In einem Interview mit Axios gab der Milliardär, der mit seinen ehrgeizigen Aussagen vor allem auf Twitter regelmäßig für Furore sorgt, an, dass er die Chancen für einen Umzug auf den verhältnismäßig erdähnlichen Planeten bei 70 Prozent verorte. In einer musk'schen Prognose entgegen der gängigen Expertenmeinungen gab er sogar an, dass eine Expedition schon innerhalb der nächsten sieben Jahre stattfinden könne.

Mars-Basis als Märtyrer-Unternehmen von Musk

"Ich weiß genau was zu tun ist, ich rede davon, dort hin zu ziehen", stellte Musk klar. "Das Risiko zu sterben ist groß", gab er zu und versicherte, dass ihm die Todesgefahr aber bewusst sei und er sie dennoch auf sich nehmen wolle. Auf dem Mars wolle er "ununterbrochen daran arbeiten, eine Basis zu bauen", fuhr er unbeirrt fort. Musk scheint sich in der Rolle des abenteuerlustigen Weltall-Märtyrers zu gefallen und denkt bereits an die passenden Marketingmaßnahmen für dieses gefährliche Unterfangen. Dabei spielte er offen auf die berüchtigte Anzeige von Ernest Shackleton von 1914 an, der damals Mitstreiter für seine Südpol-Expedition gesucht hatte. Darin suchte diese Männer "für eine gefährliche Reise, zu geringem Lohn, für bittere, kalte, lange Monate kompletter Dunkelheit, konstanter Gefahren", hieß es angeblich in der Annonce, die Historikern zufolge nie so erschien.

Musk spaltet die Geister

Mit den Verlautbarungen zu Musks Mars-Visionen sorgte der Twitter-affine Unternehmer erneut für gehörigen Aufruhr, nicht zuletzt da er in den vergangenen Monaten regelmäßig mit kuriosen Aussagen in den Schlagzeilen vertreten war. Aktuell muss sich sein Raumfahrtunternehmen Space X einer Prüfung der NASA unterziehen, nachdem er beim öffentlichen Rauchen eines Joints erwischt worden war. Während ein Teil der Welt – allen voran seine Investoren – sich angeblich ob seiner großspurigen und kostspieligen Pläne die Haare raufen, sicherte sich Musk mit seinem exzentrischen Verhalten die Bewunderung einer großen Fangemeinde, die aktiv mit ihm über die sozialen Medien interagiert und ihn zu immer neuen Plänen anspornt. (rb)

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