"Heute" und "Österreich" klagen sich gegenseitig

Vergleich zwischen der Mediengruppe Österreich und den Wiener Linien sorgt für doppeltes rechtliches Nachspiel.

Die Mediengruppe Österreich fühlte sich gegenüber Konkurrent Heute jahrelang bei den Entnahmeboxen benachteiligt, die im Bereich der U-Bahn-Stationen stehen. Das führte zu einem Rechtsstreit zwischen Österreich und den Wiener Linien, der jetzt mit einem Vergleich beigelegt wurde.

"Die Wiener Linien sichern zu, die Mediengruppe Österreich gegenüber der Tageszeitung Heute oder anderen Mitbewerbern in Zukunft nicht zu diskriminieren", so die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB). Ob die Wiener Linien etwas an Österreich zahlen müssen, ist derzeit nicht bekannt. Bürgermeister Michael Ludwig bestritt indes beim Vergleich als Schiedsrichter im Hintergrund agiert zu haben.

"Traditionell geldgierig"

Konkurrent Heute scheint mit der Einigung jedoch nicht zufrieden zu sein. Wie die Gratiszeitung auf ihrer Homepage ankündigt, hätten der AHVV Verlags GmbH, zu dem Heute gehört, und Eva Dichand am Montag rechtliche Schritte wegen "Ehrenbeleidigung, unlauteren Wettbewerb und Kreditschädigung" gegen Österreich eingebracht. Das Fellner-Blatt habe "in einer unverantwortlichen Entgleisung die Tageszeitung Heute sowie deren Herausgeberin Eva Dichand mit Unwahrheiten verunglimpft".

Stein des Anstoßes ist ein am Sonntag in Österreich erschienener Artikel, in dem die Behauptung aufgestellt wird, dass die Stadt Wien den "Dichands zehn Millionen Euro" schenkte, zudem wird Eva Dichand als "traditionell geldgierig" bezeichnet. Der Standard berichtet, dass nun Wolfgang Fellner Heute und Krone am Montag ebenfalls geklagt habe. Die Berichterstattung der beiden Zeitungen sei "nachweislich falsch" und die "gesamte Heute-Berichterstattung" sei "falsch", so Fellner. Das Match zwischen den beiden Gratis-Boulevardzeitungen geht also weiter. (as)

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