USA: Autonome Autos spülen 800 Milliarden Dollar in die Kassen

Wirtschaftliche Vorteile überwiegen das Risiko deutlich.

Selbstfahrende Autos bringen den USA bis 2050 bis zu sechs Billionen Dollar an wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen und dann 800 Milliarden Dollar jährlich. Das prognostiziert die Organisation Securing America's Future Energy (SAFE) , die sich der Reduktion der US-Abhängigkeit von Erdöl verschrieben hat. Die wirtschaftlichen Vorteile der autonomen Fahrzeuge würden demnach das Risiko der Jobvernichtung klar überwiegen. Denn diese erreiche erst in den 2040er-Jahren einen eher begrenzten Höhepunkt.

"Enorm positive Auswirkungen"

"Selbstfahr-Technologien werden enorm positive Auswirkungen auf Land, Wirtschaft und Gesellschaft haben", ist SAFE-CEO Robbie Diamond überzeugt. Für ihn ist es an der Zeit, politische Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Vorteile voll auszuschöpfen. Diese sind der SAFE-Studie "America's Workforce and the Self-Driving Future: Realizing Productivity Gains and Spurring Economic Growth" zufolge nämlich gewaltig. Je nachdem, wie schnell und gut sich die USA autonome Autos zunutze machen können, werden sie demnach bis Mitte des Jahrtausends insgesamt drei bis sechs Bio. Dollar an sozialen wirtschaftlichen Vorteilen gebracht haben.

Im Jahr 2050 selbst werden der Prognose zufolge sinkende Unfallzahlen unmittelbare wirtschaftliche Vorteile von 118 Milliarden Dollar bringen. Dazu kommen weitere 385 Milliarden Dollar an Wert durch gestiegene Lebensqualität aufgrund der ausgebliebenen Unfälle. Die Öffentlichkeit profitiert von weniger Staus (71 Milliarden Dollar) und geringerem Ölverbrauch (58 Milliarden Dollar). Konsumenten wiederum werden laut SAFE schlichtweg Zeit im Wert von 153 Milliarden Dollar sparen und immerhin zehn Mrd. Dollar an Taxikosten. Insgesamt macht das dann knapp 800 Milliarden Dollar pro Jahr.

Neue Berufe

Während manche Prognosen davor warnen, dass autonome Fahrzeuge massenhaft Jobs vor allem im Bereich der Berufskraftfahrer vernichten werden, sieht die SAFE-Prognose eine eher begrenzte Jobproblematik. Denn einerseits dürften sich viele Kraftfahrer-Jobs wie beispielsweise Schulbusfahrer eher verändern als gänzlich wegfallen. Andererseits werden im Umfeld selbstfahrender Autos auch neue Berufe entstehen.

Die Diskrepanz zwischen durch autonome Fahrzeuge tatsächlich vernichteten Jobs und in deren Umfeld neu entstandenen Jobs dürfte in den späten 2040er-Jahren den Höhepunkt erreichen. Selbst dann dürfte die Jobverdrängung die US-Arbeitslosenquote um höchstens 0,13 Prozent (entsprechend rund 380.000 Arbeitslosen) steigern. Insgesamt erwartet SAFE damit eine geringere Belastung für den US-Arbeitsmarkt, als sie mit der massiv sinkenden Beschäftigung in der Industrie seit den späten 1970er-Jahren einherging. (pte)

secureenergy.org

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