Antiisraelische Fluglinie will Wien anfliegen

Kuwait Airways befördert keine israelischen Staatsbürger.

Wie die Presse berichtet, soll Kuwait Airways ab Juni Wien anfliegen. Das stößt jedoch auf massive Kritik und Widerstand, da die arabische Fluggesellschaft keine israelischen Staatsbürger befördert. Kuwait Airways beruft sich dabei auf ein kuwaitisches Gesetz aus dem Jahr 1964, das allen nationalen Unternehmen den Handel mit Israelis verbietet.

Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, lässt diese Begründung jedoch nicht gelten und findet gegenüber dem Standard klare Worte: "Die Republik Österreich darf es nicht hinnehmen, wenn sich Unternehmen auf antisemitische Gesetze berufen, um Juden zu diskriminieren. Vielleicht sollte die österreichische Bundesregierung gemeinsam mit der deutschen Bundesregierung und der EU-Kommission Druck auf diese Fluglinie und auf Kuwait ausüben. Das beste wäre nicht, wenn Air Kuwait nicht Wien anfliegt, sondern wenn der Staat Kuwait sein antisemitisches Gesetz ändert."

Dem Wiener Flughafen selbst sind die Hände gebunden. Er kann der Airline nicht verbieten in Wien zu landen, wenn sie die verkehrsrechtlichen und flugbetrieblichen Vorschriften erfüllt. Handeln will hingegen das Infrastrukturministerium. Der Fall Kuwait Airways werde derzeit vom Infrastrukturministerium geprüft, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck gegenüber der APA. Den eventuellen Entzug einer Landeerlaubnis schloss Schramböck auf Nachfrage nicht aus. (as)

www.kuwaitairways.com

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