Staatspreis Innovation für den "gefürchteten Bohrer"

Wirtschaftsministerin Schramböck zeichnet W&H Dentalwerk Bürmoos für "Technologiesprung in der Zahnbehandlung" aus.

Die Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaft Margarete Schramböck verlieh hat den Staatspreis Innovation 2018 an die W&H Dentalwerk Bürmoos GmbH aus Salzburg verliehen. "Die Innovationskraft der österreichischen Unternehmen ist beeindruckend und ein wesentlicher Faktor für die weitere Entwicklung unseres Landes hin zum erfolgreichen Innovation Leader", betonte Schramböck bei der Verleihung in der Aula der Wissenschaften in Wien.

Insgesamt hatten sich 438 Unternehmen um den Staatspreis Innovation beworben, der im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) organisiert wird und in diesem Jahr bereits zum 38. Mal vergeben wurde.

Technologiesprung in der Zahnbehandlung

Die W&H Dentalwerk Bürmoos GmbH erhält den diesjährigen Staatspreis Innovation für das Projekt "Primea Advanced Air – ein Technologiesprung in der Zahnbehandlung". "Dentalturbine" ist der Fachausdruck für den gefürchteten "Bohrer" beim Zahnarzt. Diese Geräte hatten bisher eine fixe Betriebseinstellung, konnten nicht an die unterschiedlichen Behandlungssituationen angepasst werden.

Das seit September 2016 erhältliche Produkt "Primea Advanced Air" von W&H lässt sich nun präzise – wie ein Elektromotor – für alle Arten von Zahnbehandlungen anpassen. Im Vergleich zu Elektromotorantrieben ist das pneumatische Turbinenantriebssystem wesentlich leichter, leiser und kostengünstiger. Dank der für die jeweilige Behandlung einstellbaren Drehzahl und Leistung sowie der schattenfreien LED-Ausleuchtung ist ein sehr effizientes und präzises Arbeiten möglich. Dadurch können thermische Pulpaschädigungen und Weichgewebsverletzungen weitgehend vermieden werden. Das neue Antriebssystem wird als eigenständige Einheit und als integrierbare Version in bestehende Dentaleinheiten angeboten.

"Econovius" für Nextsense

Im Rahmen der Staatspreis-Gala verleiht die Wirtschaftskammer Österreich den Sonderpreis "Econovius" an ein KMU, das sich durch besonders innovative Leistungen auszeichnet. WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz überreichte den diesjährigen "Econovius" an die Nextsense GmbH aus Graz. Der für Langgüter wie Stahlträger und Schienen verwendete Stahl erreicht bei der Fertigung Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius, dennoch gilt es die Qualität während der Produktion laufend zu überprüfen. Bisher mussten dafür einzelne Proben ausgeschnitten, gekühlt und händisch mit Soll-Profilen verglichen werden. Im Falle von Fehlern am Walzgut wurde währenddessen laufend Ausschuss produziert.

Das Calipri RCX-Messgerät von Nextsense ändert das: Basierend auf dem selbst entwickelten und patentierten Calipri-Prinzip werden Profile mittels Kamera und Laser berührungslos vermessen. Das Messgerät kann einfach in der Hand getragen werden, wertet durchgeführte Messungen binnen weniger Sekunden aus und kennzeichnet Abweichungen von vorgegebenen Werten durch farbliche Hervorhebungen in der Software. Dank dieser Technologie erhalten Walzwerke direkt im Anschluss an den Messvorgang einen Soll-Ist-Vergleich des Profils Ihrer Langgüter – mit einer Genauigkeit im Mikrometerbereich.

"Verena" für Voestalpine

Mit dem von der Verbund AG gestifteten Sonderpreis "Verena" (Verbund E-Novation Award) werden Unternehmen ausgezeichnet, die in den Bereichen Elektrizitäts- und Energiesysteme, Energieeffizienz/-management, erneuerbare Energien und E-Mobilität innovative Projekte mit Universitäten, Fachhochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen umgesetzt haben. Den diesjährigen "Verena" erhielt die voestalpine AG aus Linz in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz.

Als Elektroband bezeichnet man einen magnetisierbaren Werkstoff, der unter anderem für Elektromotoren, etwa in Elektroautos, eingesetzt wird. Die voestalpine ist einer der EU-weit größten Anbieter von Elektroband und bedient zu einem Drittel die Autoindustrie. Sie hat ein Verfahren entwickelt, bei der Lamellen aus Elektroband in einem Prozess gestanzt, verklebt und vermessen werden. In Kooperation mit der Johannes-Kepler-Universität Linz konnte im Rahmen einer Dissertation auch die in-line Vermessung der magnetischen Eigenschaften der Elektrobandpakete realisiert werden. Das vorbeschichtete Elektrobandprodukt ist mit der voestalpine-eigenen Verarbeitungstechnologie verschränkt und dadurch besonders effizient. Durch vollflächiges Verkleben wird das Blechlamellenpaket kompakter und freier gestaltbar, der Motor leiser und die Ummagnetisierungsverluste geringer. (as)

Impressionen von der Verleihung des Staatspreises Innovation, finden Sie hier.

www.staatspreis.at

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