Streit um Rechte an Affen-Selfie ist passé

Ist es Tieren möglich, ihre Rechte am eigenen Bild geltend zu machen? 

Der jahrelange Streit über weltbekannte Selfies des indonesischen Affen Naruto ist beigelegt. Die US-Tierschutzorganisation Peta und der Fotograf David Slater haben sich außergerichtlich geeinigt. Peta wollte in den USA juristisch geklärt haben, ob es Tieren möglich ist, ihre Rechte am eigenen Bild geltend zu machen. Denn, so die Peta-Argumentation, nicht der Fotograf, sondern der Affe selbst betätigte den Auslöser.

Die aktuelle Einigung sieht vor, dass Slater ein Viertel aller mit dem Bild in Zukunft erzielten Einnahmen einer gemeinnützigen Organisation spendet. Trotz der Beilegung des Rechtsstreit bleibt die Entscheidung darüber, ob nichtmenschliche Wesen tatsächlich Rechte an Bildern haben können, nach wie vor ungeklärt. In der nun veröffentlichten Vereinbarung zwischen Peta und Slater ist zu lesen, dass das gespendete Geld Slaters dem Schutz der Makake-Affen in Indonesien zugute kommen soll. Beide Streitparteien stimmen zudem darin überein, dass die Klage zumindest die Bedeutung gehabt hat, die juristische Dimension zu den Fotorechten von Tieren auf die Agenda zu bringen.

Fotos gingen um die Welt

Der britische Fotograf David Slater hat 2011 eine Serie von Tierbildern auf der indonesischen Insel Sulawesi geschossen. Als er eine Kamera mit Stativ aufgebaut habe und ein paar Minuten weggegangen sei, habe der sechsjährige Makake "Naruto" sich die Kamera geschnappt und Fotos gemacht, so der Fotograf.  Die Bilder gingen um die Welt - zum Großteil ohne Slaters Zustimmung , was ihn "sehr viel Geld" gekostet habe. (pte/jw)

www.pressetext.com

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