YouTube vs Gema: Einigung nach jahrelangem Streit

Tausende Musikvideos freigeschaltet - werbefreier Dienst in den Startlöchern.

Seit Jahren diskutieren YouTube und  Gema über eine angemessene Vergütung für die Musikrechte in YouTube-Videos. Nun hat der erbitterte Streit in Deutschland ein Ende:  Die deutsche Verwertungsgesellschaft und Google haben sich auf einen Vertrag zur Vergütung von Musikinhalten geeinigt. Die finanziellen Bedingungen der Einigung sind bis dato nicht bekannt. Mit diesem Lizenzvertrag - gilt rückwirkend bis 2009 - erhalten die von der Gema vertretenen 70.000 Musikurheber und Verleger eine Vergütung für die Nutzung ihrer urheberrechtlich geschützten Musikwerke. Für die Nutzer bedeutet  das: Musikvideos, die unter Gema-Lizenz laufen, für die YouTube bislang nicht bezahlen wollte, werden freigeschaltet.

Der kostenpflichtige Abodienst "YouTube Red" wird  in Deutschland in Kürze an den Start gehen. Gegen eine Gebühr können sich User die Videos des Portals künftig ohne Werbeunterbrechungen ansehen.

Musikfans verärgert

Der jahrelange Streit hatte Musikfans verärgert und teilweise auch Kritik aus der Musikbranche an der Gema ausgelöst. So waren beispielsweise nach einer Erhebung des Portals Statista 2013 rund 60 Prozent der 1.000 beliebtesten YouTube-Videos in Deutschland gesperrt. Die roten Sperrtafeln werden allerdings nicht komplett verschwinden: Sie werden beispielsweise dann eingeblendet, wenn der Künstler oder die Plattenfirma kein Mitglied der Gema ist und andere Rechte geltend macht. (jw)

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