Steirer wollen mit Bio-Plastik den Markt aufmischen

Saphium Biotechnology produziert Kunststoff aus Mikroben und CO2.

Konventionelles Plastik basiert auf Erdöl, braucht hunderte Jahre für den Abbau und enthält giftige Zusatzstoffe, die der Mensch auch aufnimmt. Das im steirischen Kapfenstein beheimatete Unternehmen Saphium Biotechnology will das ändern und produziert biologisch abbaubares Plastik. Saphiums Alternative ist ein Mittel, welches umweltfreundlich, nicht giftig und zu 100 Prozent kompostierbar ist. „Zusätzlich ist unser Plastik perfekt für 3D-Druck anwendbar, als auch eine Alternative für Lebensmittelverpackungen und andere Anwendungen. Kommt unser Plastik in Kontakt mit dem Boden, wird es innerhalb von 60 Tagen durch Mikroorganismen abgebaut und hinterlässt keine Spuren. Aufgrund seines biologischen Ursprungs dient es auch noch als Dünger“, erklärt das Unternehmen auf seiner Homepage.

„Wir haben Mikroorganismen, die in einem großen Tank sind, und die füttern wir mit CO2 und mit Wasserstoff. Plastik ist dann eine Speicherform der Mikroorganismen", so Saphium-Geschäftsführer Christof Winkler-Hermaden gegenüber orf.at. Einer der größten Vorteile gegenüber anderen Bio-Plastik-Materialen, die beispielsweise aus Maisstärke bestehen, sei, dass keine Ackerflächen benötigt werden. „Ein weiterer Vorteil ist, dass wir ein wasserfestes Material haben – man kennt das ja von kompostierbaren Bioplastik-Säcken: Wenn man die lang in Verwendung hat, dann werden sie irgendwann doch durchlässig, und das kann bei unserem Material nicht passieren." Die Vision des Unternehmens ist es, die komplette Verpackungsmittelindustrie mit dem Bio-Plastik aus der Steiermark zu versorgen. Dank der Unterstützung eines Investors aus Irland, der 100.000 Dollar zur Verfügung gestellt hat, soll die Produktion im Frühjahr 2016 gestartet werden. (as)

www.saphium.de

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