Fotos des Bibeldramas im Kaiserhof
Oper Klosterneuburg feierte umjubelte Premiere von "Samson und Dalila"

Camille Saint-Saëns' biblisches Epos verwandelte den Kaiserhof des Stiftes in eine packende Arena aus Liebe, Verrat und monumentalen Bildern. Mario Pavle del Monaco inszenierte das Meisterwerk als geradliniges Drama, das das Premierenpublikum bis zum effektvollen Finale in Atem hielt.

Ein lauer Sommerabend, ein spektakulärer Tempeleinsturz und eine hochemotionale Liebe- und Rachegeschichte – die Premiere von Camille Saint-Saëns' Grand Opéra "Samson und Dalila" verwandelte den barocken Kaiserhof des Stiftes Klosterneuburg am 4. Juli 2026 in eine packende Arena der Gefühle. Unter der Intendanz von Peter Edelmann bewies das Open-Air-Festival einmal mehr, wie man große Opernstoffe packend und publikumsnah inszeniert. 

Zwischen Historie und visuellem Spektakel

Regisseur Mario Pavle del Monaco inszenierte das Werk als geradliniges, historisierendes Drama, das ganz bewusst auf moderne Verfremdungseffekte verzichtete. Auf der markanten Schrägbühne von Hans Kudlich entfaltete sich so eine bildgewaltige Erzählung, die die unüberbrückbaren Fronten zwischen Hebräer:innen und Philister:innen scharf akzentuierte, ehe die Regie im Finale einen echten optischen Coup landete. So wurde etwa der Einsturz des Dagon-Tempels technisch so meisterhaft und effektvoll realisiert, dass ein hörbares Raunen durch das Premierenpublikum ging.

Musikalische Glanzlichter und eine kämpferische Titelpartie

Am Dirigentenpult sorgte Thomas Rösner für die nötige Eleganz und die dramatische Wucht des Abends. Der Orchesterklangkörper musizierte auf exzellentem Niveau und brachte die opulenten Klangfarben der Partitur zur Entfaltung. Stimmgewaltig und präzise präsentierte sich auch der von Brigitte Wurzer einstudierte Chor. Für moderne, dynamische Akzente sorgte wiederum die Dance Factory, insbesondere beim berühmt-berüchtigten, ekstatischen Bacchanal im dritten Akt.

Im Rampenlicht

Im Mittelpunkt des Interesses stand das Hauptdarsteller-Ensemble, allen voran Margarita Gritskova als Dalila, die ein umjubeltes Rollendebüt feierte. Als leidenschaftliche und gleichermaßen eiskalte Verführerin dominierte sie die Bühne sowohl stimmlich als auch darstellerisch mit einer enormen Bandbreite an Facetten. An ihrer Seite stellte sich Kristian Benedikt in den Dienst der Kunst als Samson und erhielt viel Anerkennung für sein Durchhaltevermögen. Ergänzt wurde das Duo von Serban Vasile, der mit seinem markanten, autoritären Bariton ein gestalterisch starkes Porträt des Philister-Oberpriesters lieferte. 

Begeistertes Publikum

Das Publikum im ausverkauften Kaiserhof spendete am Ende der Vorstellung lang anhaltenden Applaus für das rundum gelungene Open-Air-Erlebnis. Dabei befanden sich unter den Besucher:innen auch zahlreiche prominente Gesichter der Kulturszene, wie der etwa der langjährige Operndirektor Ioan Holender. Ebenfalls vor Ort waren aber auch Größen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Darunter etwa die Gründerin und Leiterin des exklusiven Wirtschaftsclubs K.S.-Circle Karin Strahner, die Grande Dame der Wiener Gesellschaft Birgit Sarata, der Präsident das European Forum Alpbach Othmar Karas mit Ehefrau, Künstlerin und Juristin Christa Karas-Waldheim, die Juristin und Pädagogin Martina Fasslabend gemeinsam mit Ehemann, dem ehemaligen Bundesminister für Landesverteidigung, Werner Fasslabend, die Opernsängerin Natalia Ushakova mit Partner, Opernsänger Reiner Schendl, Propst Höslinger, der ehemalige ÖVP-Politiker Josef Höchtl sowie die Direktorin für Kultur.Medien.Judentum Danielle Spera und viele mehr.

Einen Eindruck von der Aufführung können Sie sich zudem mittels Galerie verschaffen.

www.operklosterneuburg.at

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