Kultur per ivie App
WienTourismus launcht App-Guide zum Festwochen-Jubiläum

Pünktlich zum 75. Jubiläum des bedeutenden Wiener Kulturfestivals erweitert die City Guide App ivie ihr digitales Angebot. Ein neuer, thematischer Stadtspaziergang lädt ab sofort ein, denkwürdige Orte der Festspiele zu entdecken.

Wien verwandelt sich vom 15. Mai bis zum 21. Juni wieder in eine riesige Bühne für internationale Kunst, Theater und Musik. Doch das renommierte Wiener Kulturfestival feiert in diesem Jahr nicht nur die Gegenwart, sondern blickt auch auf eine beeindruckende Geschichte zurück: Das Traditionsfestival zelebriert sein 75. Jubiläum. Wer tiefer in diese jahrzehntelange Erfolgsgeschichte eintauchen möchte, kann das ab sofort ganz flexibel auf eigene Faust tun – direkt mit dem Smartphone in der Hand.

"Die Wiener Festwochen stehen seit ihrer Gründung für kulturelle Vielfalt und Offenheit: Entstanden mit dem Ziel, nach den dunklen Kriegsjahren 'Lebensfreude und Zuversicht zu schenken' und ein 'Wiedererwachen auf kulturellem Gebiet' zu initiieren, verstehen sie sich bis heute als 'Fenster zur Welt'. Diese internationale Ausrichtung spiegelt sich auch in unserem '75 Jahre Wiener Festwochen Walk' wider, der nicht nur kulturinteressierte Gäste anspricht – ganz im Sinne unserer Visitor Economy Strategie 'Optimum Tourism' –, sondern bewusst auch alle Wiener:innen einlädt, jene Orte in der Stadt zu entdecken, die Festwochen-Geschichte geschrieben haben", so Norbert Kettner, Geschäftsführer des WienTourismus. 

75 Jahre Wiener Festwochen

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Wiener Festwochen lädt ein historischer Kulturpfad zu einer Zeitreise durch die Wiener Stadt- und Theatergeschichte ein. Der "75 Jahre Wiener Festwochen Walk" führt zu insgesamt zwölf Stationen im Stadtgebiet, die untrennbar mit der Identität des Festivals verknüpft sind, wobei jeder einzelne Ort im Zeichen eines spezifischen, wegweisenden Festwochen-Jahres steht. Die Entdeckungstour nimmt ihren Anfang im MAK – Museum für angewandte Kunst, das dem Jahr 2000 gewidmet ist. Hier widmet sich die umfassende Retrospektive "Es ist nicht mehr mein Problem" dem radikalen Schaffen von Christoph Schlingensief, der im exakt selben Jahr mit seiner viel diskutierten Container-Aktion "Bitte liebt Österreich – Erste österreichische Koalitionswoche" mitten in Wien für heftige gesellschaftliche Aufgeregtheit gesorgt hatte. Einen Schritt weiter zurück in der Zeit führt die nächste Station im Künstlerhaus, die das Jahr 1985 beleuchtet. Das Haus feierte damals mit der kulturhistorischen Schau "Traum und Wirklichkeit" einen historischen Erfolg als Wiege der ersten echten Blockbuster-Ausstellung der Bundeshauptstadt.

Die Route führt die Spaziergänger:innen anschließend zum MusikTheater an der Wien, das für das Jahr 1980 steht und damals Schauplatz eines ausgewachsenen, die Gemüter erhitzenden Theaterskandals wurde. An diesem Ort schlägt der Walk auch eine Brücke zum klassischen Wiener Stadtbild, indem er die fahnengeschmückten Infotafeln vorstellt, die heute zahlreiche Sehenswürdigkeiten zieren. Diese waren ursprünglich 1956 für die temporäre Festwochen-Aktion "Wien – Eine Stadt stellt sich vor" konzipiert worden, entwickelten sich jedoch zu einem solchen Publikumserfolg, dass sie dauerhaft im öffentlichen Raum verblieben und seit 1980 vom WienTourismus kuratiert, produziert und instand gehalten werden.

Ein eindrucksvolles Beispiel für Kunst im öffentlichen Raum markiert auch das Haus des Meeres, die Station für das Jahr 1991. Für fast drei Jahrzehnte prägte hier das monumentale Schriftwerk des US-Konzeptkünstlers Lawrence Weiner mit den Zeilen "Zerschmettert in Stücke (im Frieden der Nacht)" die Außenfassade des ehemaligen Flakturms. Dem radikalen Regietheater der Jahrtausendwende widmet sich der Stopp am Burgtheater, wo Frank Castorfs monumentale, siebenstündige Inszenierung von Dostojewskis "Dämonen" im Jahr 1999 Theatergeschichte schrieb. Ein Fixpunkt des Festivals ist seit jeher der Wiener Rathausplatz, dessen historische Bedeutung bis in das Gründungsjahr 1951 zurückreicht. Als traditioneller Schauplatz der feierlichen Eröffnung zieht der Platz bis heute alljährlich ein Massenpublikum von rund 40.000 Besucher:innen an. Einen moderneren, intellektuellen Kontrapunkt setzt der Wiener Judenplatz, an dem sich seit 2019 das Format der "Rede an Europa" als feste Institution für den gesellschaftspolitischen Diskurs und die kritische Reflexion etabliert hat. Komplettiert wird der geschichtsträchtige Rundweg schließlich durch fünf weitere bedeutende Kulturstätten, die jeweils ein prägendes Festivaljahr repräsentieren: das Wiener Konzerthaus (1953), die Wiener Staatsoper (2000), das Museumsquartier (2001), die Arena im Zeichen des legendären Besetzungsjahres 1976 sowie das Jugendstiltheater am Steinhof mit dem jüngsten Fokusjahr 2024.

Eine Entdeckungsreise durch die Festivalgeschichte im urbanen Raum

Artemis Vakianis, die Geschäftsführerin der Wiener Festwochen GesmbH, betont, dass der "75 Jahre Wiener Festwochen Walk" eine wunderbare Möglichkeit biete, die Wirkmächtigkeit dieses Festivals anhand sehr unterschiedlicher Geschichten und Orte in der Stadt erlebbar zu machen. Es gelte insofern, diverses Archivmaterial von Höhepunkten aus der Geschichte des größten Cross-Over-Festivals Europas spielerisch zu entdecken. Gerade im Jubiläumsjahr sei diese wunderbare Weise, Stadt- und Kulturgeschichte erfahrbar zu machen, besonders wertvoll. Zudem zeigt sie sich dem WienTourismus sehr dankbar für die lebendige und detailreiche Erzählung der Festivalverankerung in der Stadt Wien.

Das Festival verbindet klassische Hochkultur mit zeitgenössischer Subkultur, internationaler Avantgarde und gesellschaftspolitischen Diskussionen. Der feierliche Höhepunkt des Jubiläums findet bei der großen Eröffnung am 22. Mai auf dem Heldenplatz statt, die für das Publikum bei freiem Eintritt zugänglich ist. Als ein textlicher Höhepunkt des Abends wird die US-amerikanische Punk-Ikone Patti Smith erwartet, die gemeinsam mit der eigens formierten Festwochen-Band "Gods Republic" auf der Bühne performen wird.

www.festwochen.at

www.wien.info/de/reiseinfos/ivie-app

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