Feierliches Stage Opening
Bundespräsident eröffnete ESC-Bühne in der Wiener Stadthalle

Im Beisein von ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher und weiteren hochrangigen Verantwortlichen drückte Alexander Van der Bellen am Dienstag den symbolischen Startbuzzer und gab damit das Herzstück der Mega-Produktion frei.

Nach dem Triumph von JJ im Vorjahr wird Wien in knapp zwei Wochen zur Bühne des 70. Eurovision Song Contests (LEADERSNET berichtete unter anderem hier, hier und hier). In der ganzen Stadt – allen voran natürlich in der Wiener Stadthalle – laufen die Vorbereitungen dafür bereits auf Hochtouren. So wurde in den vergangenen beiden Wochen unter anderem die rund 2.000 Quadratmeter große und 210 Tonnen schwere Bühnenstruktur errichtet – teils im 24-Stunden-Betrieb mit Doppelschichten, wobei in Spitzenzeiten bis zu 300 Personen gleichzeitig an Bühne und Lichtsystem arbeiteten.

Bundespräsident gab offiziellen Startschuss

Inzwischen wurde das gigantische Herzstück der Show finalisiert und am Dienstagvormittag offiziell durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen per symbolischen Startbuzzer eingeweiht. Nach einem Zeitraffervideo zum Aufbau zeigte schließlich eine Lichtshow, welche technischen Möglichkeiten die Bühne den teilnehmenden Künstler:innen für ihre Inszenierungen bieten wird. Durch das Event führte Ö3-Moderatorin Tina Ritschl, vor Ort waren zudem ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher, ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz, ESC-Executive-Producer Michael Krön, die ESC-Hosts Victoria Swarovski und Michael Ostrowski (LEADERSNET berichtete) sowie mehrere an der Umsetzung beteiligte ESC-Teammitglieder.

Im Zuge dessen bezeichnete Bundespräsident Alexander Van der Bellen den ESC als eine Feier der Vielfalt: "Der Song Contest zeigt, wie bunt unser Kontinent ist. Er zeigt, was wir können und wer wir sind, und das ist viel. So unterschiedlich wir auch sind, über den Song Contest finden wir zueinander, auch wenn wir aus noch so konträren Richtungen kommen, wie über eine Brücke."

Von ORF-Seite wurde vor allem die Dimension der Produktion betont. Generaldirektorin Ingrid Thurnher etwa meinte: "Was wir heute als Sneak Preview mit dieser spektakulären Lichtshow erleben durften, wird in wenigen Wochen Millionen Zuseher:innen auf der ganzen Welt begeistern." Für die 35 Acts entstehe ein außergewöhnliches Staging, zugleich sei es auch für den ORF eine Produktion, "die ihresgleichen sucht".

Bühnendesign von international renommierten Masterminds

Für die visuelle Umsetzung der ESC-Bühne setzte der ORF auf zwei international erfahrene Kreativköpfe: So stammt das Bühnendesign von Florian Wieder, der bereits die Wiener Song-Contest-Bühne 2015 gestaltete und insgesamt schon achtmal für ein ESC-Stagekonzept verantwortlich war. Darüber hinaus arbeitete er weltweit mit Künstlern wie Robbie Williams, U2 oder Ed Sheeran zusammen. Für das Lichtdesign zeichnet hingegen der Brite Tim Routledge verantwortlich, der unter anderem den Song Contest in Liverpool sowie Shows von Beyoncé, Helene Fischer und den Spice Girls mitgestaltete.

Technisch ist die Bühne extrem aufwendig gestaltet – verbaut wurden unter anderem mehr als 5.000 Quadratmeter recyclingfähiger Bühnenmolton sowie ein fliegendes Grid aus 816 Metern Stahlrohren mit einem Gesamtgewicht von drei Tonnen. Bei der Lichtinstallation gibt es zudem ein Song-Contest-Novum: Das Beleuchtungsrig besteht vollständig aus energieeffizienter LED- und Lasertechnologie. Insgesamt kommen 2.135 Beleuchtungskörper, mehr als 8.500 einzeln steuerbare LEDs und 80 Hochgeschwindigkeitswinden für bewegte Lichter zum Einsatz.

Neue Maßstäbe soll der Wettbewerb übrigens auch im Bildbereich setzen. In der Halle D werden rund 28 Live-Kameras eingesetzt, erstmals basiert dabei das gesamte Kamera-Set-up auf dem System "ARRI Alexa 35 Cinematic LIVE Cameras", das dem Song Contest einen cineastischen Look verleihen soll.

Proben in vollem Gange

Bereits seit Freitag wird in Halle D der Wiener Stadthalle intensiv geprobt. Auf dem Programm stehen technische Grundproben sowie Durchläufe mit Stand-in-Künstler:innen für die Länder-Acts – bei täglich bis zu elf Stunden Probenzeit. Mit Dienstag kamen die beiden Hosts nun erstmals in die Showproben, ehe ab 2. Mai die offiziellen Bühnenproben mit den Delegationen starten. Die Erste von insgesamt neun Publikumsshows findet am Montagabend, 11. Mai, statt. Im Fernsehen zu sehen sind drei Shows: die beiden Semifinale am 12. und 14. Mai (jeweils um 21:00 Uhr) sowie das Grand Final am Samstag, dem 16. Mai (ebenfalls um 21:00 Uhr).

www.orf.at

www.songcontest.orf.at

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