Protein mit Nebenwirkung
Fitnessmesse sorgte mit Furzgerüchen für dicke Luft im Netz

| Larissa Bilovits 
| 23.04.2026

Auf der Fibo in Köln standen heuer nicht nur neue Produkte und Fitnesstrends im Fokus – auf Social Media wurden vor allem die sogenannten "Protein-Fürze" zum Gesprächsthema, die laut Berichten in den Hallen für unangenehme Gerüche gesorgt haben sollen.

Eigentlich geht es auf der Fibo in Köln um Fitness, Gesundheit und die neuesten Trends der Branche. Heuer machte die weltweit größte Messe ihrer Art jedoch aus einem eher unrühmlichen Grund Schlagzeilen: In sozialen Medien häuften sich Berichte über "massive" Geruchsbelästigung in den Hallen, sodass nach Veranstaltungsende weniger über neue Produkte und Live-Work-outs als über "Protein-Fürze", Schweiß und schlechte Luft gesprochen wurde.

Zwischen Kostproben, Content und kollektiver Geruchsprobe

Tausende Besucher:innen kamen auch diesmal nach Köln, um neue Produktlinien zu testen, Kostproben mitzunehmen, Fitnessidole zu treffen und sich einen Überblick über aktuelle Entwicklungen der Szene zu verschaffen. Gerade das umfangreiche Angebot an Shakes, Riegeln und zuckerreduzierten Snacks dürfte aber mitverantwortlich dafür gewesen sein, dass sich der Event in den sozialen Netzwerken im Nachhinein eher als Geruchsdebatte denn als Fitnessschau fortsetzte.

@florence.aloraa Antwort auf @Alonso Mosley Also sorry geht gar nicht die Hälfte Wäscht nicht mal deren Haare !! 😭💀 #fibo #fy #fiboköln #fibo26 ♬ Originalton - Florence Alora 🍒🌸

Influencer und Creator berichteten in zahlreichen Clips von teils "unerträglichen Zuständen" in einzelnen Hallen, manche lieferten ihren Followern sogar Updates dazu, wo die Luft besonders unerquicklich gewesen sein soll. Neben der bei dicht gedrängten Menschenmengen wenig überraschenden Schweißnote war dabei vor allem immer wieder von den sogenannten "Protein-Fürzen" die Rede. Der Spott im Netz ließ entsprechend nicht lange auf sich warten: Statt über Foodtrends oder Bühnenprogramm wurde vor allem über dicke Luft, fehlendes Deo und die Schattenseiten des exzessiven Snackens diskutiert.

Wenn aus Fitnessfood ein Verdauungsproblem wird

Ganz aus der Luft gegriffen ist das Thema allerdings nicht. Wer über Stunden vor allem Riegel, Shakes und andere funktionale Snacks konsumiert, kann den Verdauungstrakt durchaus fordern – vor allem dann, wenn größere Mengen davon nicht vollständig aufgenommen werden. Gelangen solche Bestandteile in den Dickdarm, werden sie dort von Bakterien abgebaut, wobei Gase entstehen, die nicht nur Blähungen verursachen, sondern mitunter auch entsprechend unangenehm riechen können.

@hamza_na148 Hilfeeee 😂#fibo #geruch #furzen #protein #fürdich ♬ Originalton - Hamza

Verstärkt werden kann dieser Effekt durch Inhaltsstoffe, die in vielen Fitnessprodukten häufig vorkommen. Dazu zählen etwa Laktose sowie Zuckeraustauschstoffe wie Maltit, Sorbit, Xylit oder Mannit, die nicht von allen gleich gut vertragen werden. Gelangen sie in den Dickdarm, können sie dort Blähungen, Völlegefühl oder auch andere Verdauungsbeschwerden begünstigen. Wie stark sich das auswirkt, hängt letztlich auch von individuellen Faktoren wie Verträglichkeit, Darmflora oder konsumierter Menge ab. Die Mischung aus permanenten Kostproben, vielen Menschen auf engem Raum und eher mäßiger Hallenluft dürfte das Thema am Ende jedenfalls noch verstärkt haben.

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