Die Direktorin des Hauses, Lotte de Beer, präsentierte die kommende Spielzeit, die Liebe in allen Facetten abbilden soll. Neben zehn Neuproduktionen werden drei Wiederaufnahmen und 15 Repertoirewerke auf die Bühne gebracht.
Vor Kurzem präsentierte die Leitung der Wiener Volksoper die Pläne der kommenden Spielzeit 2026/27. In einer Pressekonferenz legte Direktorin Lotte de Beer den programmatischen Fokus auf gesellschaftliche Relevanz und zwischenmenschliche Themen, zusammengefasst unter dem Leitmotiv "Das Einzige, was stärker ist als Hass, ist Liebe". Auf dem Plan stehen zehn Premieren, drei Wiederaufnahmen und 15 Repertoirewerke sowie zahlreiche Sondervorstellungen – darunter Oper, Operette, Musical und Ballett.
Alle Facetten der Liebe
Eröffnet wird die Spielzeit mit der Uraufführung "Ronja Räubertochter", komponiert von dem Norweger Kyrre Kvam, für die Bühne bearbeitet von Stephan Lack und nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Astrid Lindgren. Die Regie verantwortet Ruth Brauer-Kvam. Geplante Premiere ist der 20. September 2026.
Die zweite Uraufführung trägt den Titel "Zur heißen Zitrone" und widmet sich mit Austropop-Hits der Hingabe von Schrebergärtner:innen zu ihren Gartenparzellen. Die Lieder stammen dabei von Wolfgang Ambros, Bilderbuch, Maria Bill, Arik Bauer, Horst Chmela, Georg Danzer, Ludwig Hirsch, Udo Jürgens, Voodoo Jürgens, Marianne Mendt, STS, der EAV und vielen mehr. Die Regie führt Julia Edtmaier. Auf die Bühne gebracht wird das Stück am 20. Februar 2027.
Zu den Repertoireklassikern gehören die Werke "Cosí fan tutte" und "Der Opernball". Ersteres stammt von Wolfgang Amadeus Mozart. Es handelt von zwei Offizieren, die durch eine Wette die Treue ihrer Verlobten herausfordern, indem sie als Fremde verkleidet deren Standhaftigkeit testen. Die Inszenierung von Lotte de Beer deutet dieses Spiel als bittere menschliche Studie in einer "Clownswelt", in der alle Beteiligten gleichermaßen auf die Probe gestellt werden. Erstmals zu sehen ist das Stück am 22. Mai 2027. "Der Opernball" ist wiederum eine Operette von Richard Heuberger. Dabei versuchen zwei Paare durch einen Partnertausch beim Opernball ihre Treue zu testen, wobei eine gerissene Magd das Verwechslungsspiel zusätzlich verkompliziert. In der Wiener Inszenierung nutzt Regisseur Moritz Beichl musikalisch anspruchsvolle Operette, um hinter die Fassade der bürgerlichen Ehe des Pariser Belle Époque zu blicken. Die Premiere soll am 5. Dezember 2026 stattfinden.
Zudem ist ein Doppelabend mit Kurt Weills Ballett "Die sieben Todsünden" und Giacomo Puccinis Einakter "Gianni Schicchi" vorgesehen. Die Aufführung steht unter der musikalischen Leitung von Robert Houssart und porträtiert die Familie als Hort von Scheinheiligkeit, Egoismus und Ausbeutung. Die Premiere ist für den 3. März 2027 angesetzt.
Ebenfalls auf dem Spielplan steht das Musical "Chicago". Auch hier übernimmt Lotte de Beer die Regie. Inmitten von Glamour und Korruption der 1920er Jahre wird die Mörderin Roxie Hart zur Medienikone und liefert sich ein skrupelloses Duell um Ruhm mit ihrer Rivalin Velma Kelly. Die Inszenierung nutzt das Musical als brecht’sches Storytelling, das die menschliche Gier nach Unterhaltung und Abgründen durch verführerischen Jazz und Tanz entlarvt. Erstmals aufgeführt wird das Stück am 24. Oktober 2026.
Ein weiteres Musical, das seinen Weg auf die Bühne findet, ist "Hello, Dolly!", von Jerry Herman und Michael Stewart. Die Heiratsvermittlerin Dolly Levi stiftet ein turbulentes Liebeschaos, während sie eigentlich selbst versucht, den griesgrämigen Horace Vandergelder für sich zu gewinnen. Die Neuinszenierung an der Volksoper, unter der Regie von Martin G. Berger, nutzt den Musical-Klassiker, um moderne Fragen nach dem Gelingen von Beziehungen und dem Wandel von Lebenskonzepten zu stellen. Die Premiere ist für den 3. April 2027 angesetzt.
Der Spielplan 2026/27 bringt zudem "Reigen" von Philippe Boesmans auf die Bühne, bei dem das Opernstudio zehn Paarkonstellationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, untersucht. Die Regie verantwortet Annette Dasch und die geplante Premiere soll am 26. Juni 2027 stattfinden.
Bei "Masterpieces for Two" handelt es sich wiederum um eine Ballettpremiere. Die Choreografie verantworten Michel Fokine, Maurice Béjart, Angelin Preljoacaj, George Balanchine und Jerome Robbins. Während Luciano Di Martino die musikalische Leitung innehat. Aufgeführt wird das Stück erstmals am 16. Jänner 2027. Die zweite Premiere des Wiener Staatsballetts trägt den Namen "Carmen Suite" und widmet sich einer Protagonistin, für die Liebe zur Freiheit über allem steht. Die Choreografie stammt von Eno Peci und Alberto Alonso. Christoph Altstaedt fungiert in der Rolle des musikalischen Leiters. Die erste Aufführung ist für den 12. Juni 2027 angesetzt.
Bei den Wiederaufnahmen der Saison 2026/27 handelt es sich zudem um die Werke "La bohème" von Giacomo Puccini (Premiere: 27. September 2026) das Musikdrama "Salome" von Richard Strauss (Premiere: 8. November 2026) und die Ballettkomödie "Max und Moritz" nach Wilhelm Busch von Edmund Gleede (Premiere: 26. Dezember 2026).
Alle Premieren sehen Sie hier.Die Repertoirewerke wiederum hier.
Präsentation des Spielplans
Wie im Rahmen der Spielplanpräsentation bekannt wurde, werden die Kartenpreise für die Saison 2026/27 nicht angehoben. Laut de Beer habe man in den vergangenen vier Jahren die Kartenpreise um durchschnittlich 22 Prozent verteuert. "Aber nächstes Jahr erhöhen wir nicht, dafür übernächstes mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit", so die Direktorin.
Darüber hinaus können Sie sich einen Eindruck von der Spielplanpräsentation mittels Galerie verschaffen.
In den "Daily Business News" von Opinion Leaders Network berichten wir ab sofort täglich auch über die Themen Kunst, Design und Kultur. Alle 14 Tage erscheint LEADERSNET-ART und bringt die Highlights der Branche.
Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.
In den "Daily Business News" von Opinion Leaders Network berichten wir ab sofort täglich auch über die Themen Kunst, Design und Kultur. Alle 14 Tage erscheint LEADERSNET-ART und bringt die Highlights der Branche.
Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.
Über 6.000 Personen nutzten die zweitägige Branchenveranstaltung in Salzburg zur Information und Vernetzung. Insgesamt 290 Partnerbetriebe stellten aktuelle Trends und Lösungen für Gastronomie und Hotellerie vor, ergänzt durch Fachinformationen zu Branchenentwicklungen und Innovationen.
Zur Premiere der neuen Dinnershow im Schönbrunner Stöckl nahmen Tamara Trojani und Konstantin Schenk ihre zahlreich erschienenen prominenten Gäste mit auf einen interaktiven Abend zwischen Krimi, Kulinarik und Wiener Schmäh.
Der Iran-Krieg und die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten dämpfen die wirtschaftliche Erholung in Europa merklich. Der Bankenverband prognostiziert steigende Inflationsraten und eine eklatante Wachstumsschwäche.
Bei Meetings, Teilnehmer:innen und Übernachtungen erreichte die Tagungsbranche der Bundeshauptstadt 2025 neue Höchstwerte. Damit ging bereits jede achte Gästenächtigung in Wien auf ein Meeting zurück.
Kommentar veröffentlichen