Fuhrpark- und Mobilitätsbarometer 2026
Warum Unternehmen jetzt auf Gebrauchtwagen und E-Autos setzen

Während die Elektrifizierung der Flotten zur Erreichung der Klimaziele konsequent vorangetrieben wird, rücken aus ökonomischen Erwägungen vermehrt Gebrauchtfahrzeuge in den Fokus der Fuhrparkplanung.

Die Ergebnisse des aktuellen Fuhrpark- und Mobilitätsbarometers 2026 des Arval Mobility Observatory attestieren den österreichischen Unternehmen eine fortwährende Zuversicht hinsichtlich ihrer Flottenentwicklung. Trotz verlängerter Nutzungsdauer der Fahrzeuge prognostizieren 92 Prozent der Betriebe für die kommenden drei Jahre ein stabiles oder expandierendes Flottenvolumen. Gregor Bilik, Geschäftsführer von Arval Austria, konstatiert, dass sich dieser Optimismus über sämtliche Unternehmensgrößen hinweg erstrecke.

Wirtschaftlicher Druck forciert Umstieg

Steigende Treibstoffkosten und ein volatiles ökonomisches Umfeld erhöhen die Notwendigkeit effizienter Mobilitätslösungen. "Die aktuelle Preisralley an den Zapfsäulen sorgt für Verunsicherung. Wir rechnen damit, dass Unternehmen noch schneller auf E-Mobilität, Gebrauchtfahrzeuge und alternative Mobilitätslösungen umsteigen wollen", erklärt Bilik.

Etablierung des Gebrauchtwagenmarktes

Ein signifikanter Strukturwandel zeigt sich in der Akzeptanz von Second-Hand-Fahrzeugen: 91 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits Gebrauchtfahrzeuge oder ziehen deren Einsatz in Betracht. Damit entwickeln sich gebrauchte Modelle vom Nischenprodukt zum integralen Bestandteil moderner Fuhrparks, wobei Österreich im europäischen Vergleich eine Vorreiterrolle einnimmt. Gregor Bilik führt aus, dass mittlerweile auch batterieelektrische Fahrzeuge der ersten Generation verstärkt auf den Markt drängten, was den Einstieg in die E-Mobilität sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen erleichtere.

Fortschreitende Elektrifizierung und infrastrukturelle Hürden

Die Transformation hin zu emissionsfreien Antrieben setzt sich kontinuierlich fort. Rund 73 Prozent der Unternehmen mit Pkw-Flotten nutzen bereits elektrifizierte Antriebe oder planen deren Einführung binnen der nächsten drei Jahre. Als primäre Motivatoren gelten die Reduktion der Betriebskosten sowie ökologische Aspekte. Bilik betont, dass heimische Betriebe trotz des Wegfalls staatlicher Förderungen konsequent in den Mobilitätswandel investierten.

Als maßgeblicher Hemmschuh erweist sich jedoch die Ladeinfrastruktur. 42 Prozent der Befragten identifizieren den Mangel an öffentlichen Ladepunkten als größtes Hindernis, während 39 Prozent Defizite bei privaten Lademöglichkeiten monieren. Die Wirtschaft reagiert hierauf mit strategischen Eigeninvestitionen: Über die Hälfte der Unternehmen plant den Ausbau von Ladepunkten an den eigenen Standorten oder hat diesen bereits realisiert.

Alternative Mobilität als Benefit im Recruiting

Zusätzlich gewinnen alternative Mobilitätsmodelle an Relevanz und avancieren zum festen Bestandteil von CSR-Strategien sowie zum Wettbewerbsfaktor im Kampf um Fachkräfte. Neben klassischen Dienstwagen unterstützen 41 Prozent der Unternehmen ihre Mitarbeitenden durch Zuschüsse zum öffentlichen Verkehr. Ergänzend finden Modelle wie Carpooling (13 Prozent), Fahrrad-Leasing (12 Prozent) und Carsharing (11 Prozent) verstärkt Eingang in die betriebliche Praxis.

Trend zum Full-Service-Leasing

Hinsichtlich der Finanzierung dominiert gegenwärtig das Finanzierungsleasing mit 44 Prozent vor dem Direkterwerb (36 Prozent). Es zeichnet sich jedoch ein Trend zum Full-Service-Leasing ab, für das sich bereits 22 Prozent der Betriebe in den kommenden Jahren entscheiden wollen. Laut Bilik benötigen Unternehmen heute vor allem volle Kostenkontrolle. Full-Service-Leasing spiele hier seine Stärken durch kalkulierbare Raten und eine reduzierte Komplexität im Fuhrparkmanagement aus.

www.arval.at

Über die Studie

Das Fuhrpark- und Mobilitätsbarometer 2026 ist eine unabhängige Erhebung, die im Auftrag des Arval Mobility Observatory durch das Marktforschungsunternehmen Ipsos durchgeführt wurde.

  • Erhebungszeitraum: 25. August 2025 bis 11. November 2025

  • Methodik: Telefonische Interviews mit 10.157 Entscheidungsverantwortlichen in 33 Ländern (davon 300 Interviews in Österreich).

  • Teilnehmende Unternehmen: Betriebe mit mindestens einem Fahrzeug.

  • Struktur der Befragten in Österreich:

    • 53 Prozent: Kleinst- und Mittelunternehmen (1 bis 99 Beschäftigte)

    • 27 Prozent: Mittelständische Unternehmen (100 bis 999 Beschäftigte)

    • 20 Prozent: Großunternehmen (ab 1.000 Beschäftigten)

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Über die Studie

Das Fuhrpark- und Mobilitätsbarometer 2026 ist eine unabhängige Erhebung, die im Auftrag des Arval Mobility Observatory durch das Marktforschungsunternehmen Ipsos durchgeführt wurde.

  • Erhebungszeitraum: 25. August 2025 bis 11. November 2025

  • Methodik: Telefonische Interviews mit 10.157 Entscheidungsverantwortlichen in 33 Ländern (davon 300 Interviews in Österreich).

  • Teilnehmende Unternehmen: Betriebe mit mindestens einem Fahrzeug.

  • Struktur der Befragten in Österreich:

    • 53 Prozent: Kleinst- und Mittelunternehmen (1 bis 99 Beschäftigte)

    • 27 Prozent: Mittelständische Unternehmen (100 bis 999 Beschäftigte)

    • 20 Prozent: Großunternehmen (ab 1.000 Beschäftigten)

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