Emma Delaney nominiert
OMV bekommt erstmals eine Chefin

Die langjährige BP-Managerin wurde vom Nominierungsausschuss vorgeschlagen und soll ab September 2026 an die Spitze des Konzerns rücken.

Freitag, 10. Jänner: Bei der OMV dürfte schon bald eine Frau am Steuer sitzen. Der Präsidial- und Nominierungsausschuss des heimischen Energiekonzerns hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dem Aufsichtsrat Emma Delaney zur Bestellung als Vorstandsvorsitzende und CEO vorzuschlagen. Die langjährige BP-Managerin soll mit 1. September 2026 die Nachfolge von Alfred Stern antreten, der im Vorjahr seinen Abschied ankündigte (LEADERSNET berichtete). Sie wäre dann nicht nur die erste Frau an der Spitze des Konzerns, sondern auch die einzige CEO eines großen ATX-Unternehmens.

Vorgesehen ist eine Mandatsdauer von drei Jahren mit der Option auf Verlängerung um weitere zwei Jahre. Die endgültige Entscheidung soll in der nächsten Aufsichtsratssitzung fallen. In derselben Sitzung soll zudem über eine Verlängerung des Mandats von Finanzvorstand Reinhard Florey um zwei Jahre entschieden werden.

"Punktladung"

Laut Lutz Feldmann, Vorsitzender des OMV-Aufsichtsrats, handle es sich bei Delaney um eine "herausragende und hochqualifizierte CEO-Kandidatin", die aufgrund ihrer weitreichenden Branchen- und Managementerfahrung alle Voraussetzungen erfülle, um die OMV erfolgreich zu führen.

Für Edith Hlawati, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, ist die Empfehlung "eine Punktlandung". Die Nominierung werde der OMV eine stärkere internationale Sichtbarkeit verleihen. Mit ihrer Bestellung wäre Delaney zudem die erste Vorstandsvorsitzende in der Geschichte des Unternehmens.

Regierung erfreut

Auch aus der Bundesregierung wurde die Nominierung positiv aufgenommen. Kanzler Christian Stocker und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betonten, die OMV sei ein Leitbetrieb mit zentraler Bedeutung für den Wirtschaftsstandort. Die Nominierung von Delaney sei ein "starkes Signal", um das Unternehmen als eines der führenden Energieunternehmen Europas weiterzuentwickeln und in einem anspruchsvollen globalen Umfeld zu positionieren.

Sie erklärten zudem, Delaney verfüge über das notwendige Know-how und internationale Erfahrung und könne die OMV "mit dem notwendigen Weitblick" führen. Hattmannsdorfer hob hervor, zentrale Aufgaben lägen künftig im Ausbau internationaler Partnerschaften, in der stärkeren Nutzung eigener Förderpotenziale im In- und Ausland sowie in der weiteren Diversifizierung der Lieferbeziehungen. Darüber hinaus solle der eingeschlagene Weg im Chemie- und Kunststoffbereich fortgesetzt werden. Er zeigte sich überzeugt, dass Delaney diesen Anforderungen gerecht werden könne.

www.omv.com

Infos zur Person

Emma Delaney ist irische Staatsbürgerin und verfügt über rund drei Jahrzehnte Erfahrung in der Energiebranche. Sie gehört dem Top-Management von BP an und leitet in ihrer aktuellen Funktion einen der drei globalen Geschäftsbereiche. Dabei verantwortet sie eine Organisation mit mehr als 50.000 Mitarbeiter:innen in rund 50 Ländern. Zu ihren Zuständigkeiten zählen unter anderem Kraftstoffe und Biokraftstoffe, Schmierstoffe, Luftfahrkraftstoffe sowie E-Mobilität. Zudem bringt sie umfassende Erfahrung im Up- und Downstream- sowie im LNG-Geschäft mit.

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Emma Delaney ist irische Staatsbürgerin und verfügt über rund drei Jahrzehnte Erfahrung in der Energiebranche. Sie gehört dem Top-Management von BP an und leitet in ihrer aktuellen Funktion einen der drei globalen Geschäftsbereiche. Dabei verantwortet sie eine Organisation mit mehr als 50.000 Mitarbeiter:innen in rund 50 Ländern. Zu ihren Zuständigkeiten zählen unter anderem Kraftstoffe und Biokraftstoffe, Schmierstoffe, Luftfahrkraftstoffe sowie E-Mobilität. Zudem bringt sie umfassende Erfahrung im Up- und Downstream- sowie im LNG-Geschäft mit.

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