Entwicklung seit 2022
Bei diesen Gebrauchtwagen sind die Preise besonders stark gestiegen

| Tobias Seifried 
| 02.04.2026

Wie eine aktuelle Analyse zeigt, wurden seit 2022 bei gebrauchten Autos fast alle Segmente deutlich teurer. Nur eine Fahrzeugklasse erweist sich als stabil.

Anhaltende Inflation, hohe Finanzierungskosten und verhaltene Konsumlaune prägen den österreichischen Automarkt. Die Preisentwicklungen im Gebrauchtwagensegment verlaufen dabei zunehmend differenziert – je nach Fahrzeugklasse zeigen sich deutliche Unterschiede.

Im Durchschnitt lag der Preis für gebrauchte Autos in Österreich im März 2026 bei 29.613 Euro. Seit Jahresbeginn entspricht das einem Anstieg um 1,85 Prozent beziehungsweise 537 Euro, wie der aktuelle Preis-Index von AutoScout24 (ASPI) zeigt.

Starkes Plus seit 2022

Bei der langfristigen Betrachtung ging es deutlich steiler nach oben. Seit März 2022 gab es der Analyse zufolge eine Steigerung von 26.076 Euro auf 29.613 Euro – ein Plus von 3.537 Euro beziehungsweise 13,6 Prozent.

"Die aktuelle Dynamik reiht sich in eine Entwicklung ein, die wir bereits seit geraumer Zeit beobachten", erklärt Nikolaus Menches, Country Manager von AutoScout24 in Österreich. Nach den kräftigen Preisanstiegen der vergangenen Jahre habe sich das Niveau zuletzt weitgehend stabilisiert, auch wenn weiterhin leichte Schwankungen auftreten würden. Insgesamt ergebe sich ein differenziertes Bild, da sich einzelne Fahrzeugkategorien deutlich unterschiedlich entwickelt hätten.

ASPI Gebrauchtwagen 2022 bis 2026

Unterschiede zwischen Fahrzeugklassen

Demnach sind die Preise seit März 2022 in nahezu allen Segmenten gestiegen, allerdings mit unterschiedlicher Dynamik. Besonders stark verteuerten sich Vans und Kleinbusse: Hier stieg der Durchschnittspreis von 20.603 Euro auf 27.726 Euro, was einem Plus von 34,6 Prozent entspricht. Auch Sportwagen legten laut der Plattform deutlich zu und verteuerten sich um 14.492 Euro auf 79.888 Euro (+22,2 %).

Im Gegensatz dazu sei die Preisentwicklung im oberen Marktsegment insgesamt moderater ausgefallen. Die obere Mittelklasse verzeichnete im ASPI ein Plus von 3.430 Euro (12 %), die Oberklasse legte um 6.181 Euro beziehungsweise 10,7 Prozent zu.

Die Kompaktklasse (+8,5 %), SUVs und Geländewagen (+7 %) sowie die Mittelklasse (+5,1 %) zeigten ebenfalls Anstiege, jedoch auf niedrigerem Niveau.

Kleinwagen bleiben vergleichsweise stabil

Für Käufer:innen fällt die Entwicklung bei Kleinwagen erfreulicher aus. In diesem Segment erhöhte sich der Durchschnittspreis seit März 2022 lediglich um 324 Euro auf 15.032 Euro, was einem Plus von 2,2 Prozent entspricht. Damit bildet dieses Segment das Schlusslicht der Preisentwicklung.

Menches betont, dass Kleinwagen für viele Konsument:innen unverzichtbar seien, insbesondere vor dem Hintergrund, dass ein Großteil im Alltag auf das Auto angewiesen ist. Umso auffälliger sei, dass dieses wichtige Einstiegssegment preislich kaum zugelegt habe und deutlich hinter der allgemeinen Marktentwicklung zurückbleibe.

Zugleich spiegle der starke Preisanstieg bei Vans und Kleinbussen ein verändertes Mobilitäts- und Reiseverhalten wider. Mehr Menschen würden auf flexible, individuelle Lösungen setzen und größere Fahrzeuge verstärkt für Freizeit und Urlaub nutzen, was Nachfrage und Preise entsprechend steigen lasse.

www.autoscout24.at

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