Erneutes Insolvenzverfahren
Ingenieurbüro für Haus- und Elektrotechnik schlittert in dritte Pleite

| Tobias Seifried 
| 02.04.2026

Das Unternehmen mit drei Standorten ist erneut zahlungsunfähig. Es ist schwerpunktmäßig in der Planung und Bauleitung von Installationstechnik tätig, insbesondere bei größeren Projekten für Gewerbe- und Industriekunden.

Für die Dienstnehmer:innen der IBE-Solution GmbH gibt es erneut schlechte Nachrichten. Wie der KSV1870 und der AKV mitteilten, hat das Unternehmen beim Landesgericht Leoben neuerlich ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.

Dritte Pleite

Damit ist das Ingenieurbüro Haus- und Elektrotechnik mit Sitz im obersteirischen St. Michael bereits zum dritten Mal pleite. Bereits zuvor waren zwei Sanierungsverfahren geführt worden. Im zuletzt abgeschlossenen Verfahren wurde ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent vereinbart. Da jedoch die letzte Teilquote in Höhe von 3,75 Prozent bislang nicht erfüllt wurde, kommt es zu einem teilweisen Wiederaufleben der Forderungen in Höhe von 18,75 Prozent.

IBE-Solution ist schwerpunktmäßig in der Planung und Bauleitung von Installationstechnik tätig, insbesondere bei größeren Projekten für Gewerbe- und Industriekunden. Es betreibt Standorte in St. Michael in der Obersteiermark, Villach sowie Wien und beschäftigt derzeit zwölf Mitarbeiter:innen.

Ursachen und Verbindlichkeiten

Als wesentliche Ursache der neuerlichen Insolvenz wird eine ausstehende Kundenforderung in Höhe von rund 400.000 Euro genannt, die bislang nicht eingebracht werden konnte. In diesem Zusammenhang ist ein Zivilverfahren in Deutschland anhängig; der Ausgang und damit die tatsächliche Realisierbarkeit der Forderung gelten derzeit als ungewiss.

Die offenen Forderungen gegenüber weiteren Kunden werden mit rund 43.000 Euro beziffert. Das Gesamtvermögen des Unternehmens wird mit etwa 168.000 Euro angegeben, darunter ein Bankguthaben von rund 60.000 Euro. Demgegenüber stehen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 800.000 Euro.

Neuerliche Fortführung geplant

Ungeachtet der angespannten finanziellen Lage wird eine Fortführung des Geschäftsbetriebs angestrebt. Vorgesehen ist der Abschluss eines neuen Sanierungsplans, der den Insolvenzgläubigern eine Quote von 20 Prozent  binnen zwei Jahren ab Annahme des Plans bieten soll. Dieses Angebot entspricht dem gesetzlichen Mindeststandard.

www.akv.at

www.ksv.at

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