Consumer Check des Handelsverbands
Dafür geben die Österreicher heuer zu Ostern am meisten aus

| Redaktion 
| 23.03.2026

Auch in diesem Jahr greifen die Konsument:innen für österliche Geschenke, Lebensmittel und Feierlichkeiten ordentlich in die Tasche. Wie die Top-5-Liste zeigt, stehen dabei Klassiker ganz oben auf der Einkaufsliste.

Das Ostergeschäft bleibt für den Handel ein wichtiger Umsatztreiber, auch wenn die Ausgaben heuer leicht zurückgehen. Laut aktueller Erhebung des Handelsverbands und des Marktforschungsinstituts Reppublika planen Konsument:innen durchschnittlich 150 Euro für Geschenke und das Fest ein. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 159 Euro.

Insgesamt rechnet der Einzelhandel dennoch mit einem Umsatz von mehr als 260 Millionen Euro. Auffällig ist, dass rund 19 Prozent der Befragten heuer gar nichts verschenken wollen. Gleichzeitig wird bewusster konsumiert. "Der Osterhase spart nicht, aber er schenkt heuer bewusster und persönlicher", sagt Rainer Will vom Handelsverband.

Klassische Geschenke dominieren

Bei den Geschenkkategorien zeigt sich ein vertrautes Bild. Süßwaren wie Schokohasen führen mit 52 Prozent klar das Ranking an, gefolgt von gefärbten Eiern mit 41 Prozent und Spielwaren mit 21 Prozent. Dahinter folgen Blumen, selbstgemachte Produkte und Gutscheine. Für das klassische Osternest werden im Schnitt 29 Euro ausgegeben, für weitere Geschenke rund 43 Euro. Auch für das Festessen bleibt ein relevanter Anteil reserviert, mit durchschnittlich 57 Euro pro Haushalt.

Regionale Anbieter:innen gewinnen an Bedeutung

Deutlich stärker als im Vorjahr zeigt sich der Trend zu regionalen Einkäufen. 68 Prozent der Konsument:innen wollen gezielt bei österreichischen oder regionalen Händler:innen kaufen. Damit gewinnt der stationäre Handel weiter an Bedeutung.

Mehr als die Hälfte der Einkäufe erfolgt im Supermarkt oder beim Diskonter. Auch Einkaufsstraßen, Shoppingcenter und Märkte spielen eine wichtige Rolle. Der Onlinehandel bleibt hingegen nachrangig, insbesondere internationale Plattformen aus Fernost spielen mit einem Anteil von vier Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede im Ausgabeverhalten. Am meisten geben Konsument:innen in Salzburg und Oberösterreich aus, mit durchschnittlich 162 Euro pro Kopf. Dahinter folgen Niederösterreich und das Burgenland mit 154 Euro. Am niedrigsten sind die Ausgaben in Wien mit 138 Euro. Insgesamt zeigt sich: Ostern bleibt ein relevanter Impuls für den Handel, auch wenn sich das Konsumverhalten zunehmend verändert. Bewusster Einkauf, Regionalität und persönliche Geschenke gewinnen an Gewicht, während klassische Ausgaben leicht zurückgehen.

www.handelsverband.at

www.reppublika.com

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