Vision wird Realität
ATG-Live GmbH präsentierte Baufortschritt und Hardfacts zum Theater im Prater

Mitten im Herzen eines der weltweit traditionsreichsten Vergnügungsviertel entsteht eine neue kulturelle Landmarke von internationalem Format. Als rein privat finanziertes Großprojekt will die Kulturstätte mit 1.800 Sitzplätzen neue Maßstäbe für moderne Unterhaltungsarchitektur setzen. 

Am 17. März 2026 markierte das Pressefrühstück mit ATG-Live GmbH Geschäftsführer Matthias Prichzi im Wiener Riesenrad einen weiteren Meilenstein im aktuellen Baugeschehen des Theaters im Prater (LEADERSNET berichtete). Mit Blick auf das wachsende Areal wurden die Details des Projekts beleuchtet, das technisches Know-how mit Privatfinanzierung verbindet. Die architektonische Planung und Umsetzung, an der in der Hochphase bis zu 150 Fachkräfte gleichzeitig beteiligt gewesen sind, erfolgen durch eine Kooperation zwischen Büros aus Wien und London. "Wir bauen ein Theater, damit Kultur für alle Generationen erlebbar wird – nachhaltig gedacht und langfristig verankert", so Prichzi über das laufende Projekt.

Gegenpol mit realen Begegnungen

Der Anspruch sei es, im Wiener Prater ein neues Musicaltheater entstehen zu lassen, das bewusst auf reale Begegnungen, gemeinsames Erleben und Live-Entertainment setze. Daher habe man das Projekt als physischen Veranstaltungsort konzipiert, der eine Ergänzung zu digitalen Unterhaltungsformaten darstelle – mit Fokus auf der unmittelbaren kulturellen Erfahrung und der räumlichen Zusammenkunft des Publikums. 

Als offener Raum für alle und ein Ort des Vergnügens sowie der Begegnung verstehe sich das Theater als Teil des öffentlichen Stadtraums. Der Neubau füge sich stimmig in dieses Umfeld ein und entwickle den Prater als urbanen Erlebnisraum weiter – sichtbar, gut und klar im Stadtgefüge verankert, heißt es. 

Projekt in internationaler Hand

Die Leitung des Projekts obliegt Matthias Prichzi, der auf über 25 Jahre Erfahrung als Projektverantwortlicher im In- und Ausland blicken kann. Als gebürtiger Wiener ist für Prichzi das Projekt auch persönlich motiviert: Mit dem Theater im Prater entsteht nämlich das erste Volltheater in Wien seit über 100 Jahren. 

Die Planung orientiert sich an zentralen Erfolgsfaktoren wie Standortqualität, Verkehrsanbindung und effizienter Besucherführung. Ein integriertes Gastronomiekonzept sowie optimierte Logistik- und Backstage-Strukturen sind zudem darauf ausgelegt, einen reibungslosen Betrieb bei hoher Vorstellungsfrequenz sicherzustellen, so die Verantwortlichen. Die Umsetzung des Bauvorhabens erfolgt wiederum durch die Koordination von über 50 Fachgewerken und spezialisierten Unternehmen. Zur Einhaltung des Zeitplans kommen optimierte Bauprozesse und moderne Maschinentechnik zum Einsatz, wobei in Spitzenzeiten bis zu 150 Personen gleichzeitig auf der Baustelle tätig sind. Die bauliche Substanz für den langfristigen Betrieb basiert auf dem Einsatz von ca. 8.200 Kubikmeter Beton, 450 Tonnen Stahl sowie einer 1.400 Kubikmeter umfassenden Holzkonstruktion.

© ATG Entertainment

Inklusion mitgedacht

Ziel der Bauplanung sei es gewesen, ein selbsterklärendes Gebäude ohne Orientierungshürden für Gäste und Mitarbeitende zu schaffen. Konkret bedeutet das nicht nur barrierefreie Zugänge und gute Orientierung für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder Seh- und Hörbeeinträchtigungen zu schaffen, sondern auch auf besondere sensorische Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. 

Dazu gehören unter anderem speziell gestaltete Rückzugsräume, die Besucher:innen unabhängig von Alter, körperlichen Fähigkeiten oder neurodiversen Bedürfnissen eine reizreduzierte Umgebung bieten. Ein Fokus liegt auch auf den Backstage-Zonen des Theaters. Arbeits- und Aufenthaltsbereiche hinter der Bühne werden barrierefrei ausgeführt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Theaterbauten, deren Backstagebereiche oft durch kompakte Strukturen und mehrere Ebenen geprägt sind, basiert die Planung hier auf großzügigeren Raumkonzepten und optimierten Wegenutzungen. Damit werden funktionale Standards für den internen Betrieb gesetzt. Der Beginn des Ticketvorverkaufs ist für Ende 2026 angesetzt.

www.prater.at

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