Passiva von mehr als 20 Millionen Euro
Wiener Immobilienfirma schlittert in Millionenpleite

| Tobias Seifried 
| 10.03.2026

Das insolvente Unternehmen ist schwerpunktmäßig im Bereich der Entwicklung, Vermietung und Verwertung von Immobilienprojekten tätig.

Wie aus einer Mitteilung des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV) vom Mittwoch hervorgeht, hat die Sieben Dörfer Immobilien GmbH beim Handelsgericht Wien die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung beantragt. 

Das 2008 gegründete Unternehmen mit Sitz in Wien ist als Immobiliengesellschaft tätig und konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung, Vermietung und Verwertung von Immobilienprojekten. Das Geschäftsmodell basiert im Wesentlichen auf laufenden Mieteinnahmen sowie auf Erlösen aus dem Verkauf von Immobilienobjekten.

Passiva und Ursachen

Laut dem Insolvenzantrag belaufen sich die Gesamtverbindlichkeiten auf rund 20,3 Millionen Euro. Von der Pleite sind etwa 67 Gläubiger:innen betroffen. Die Gesellschaft verfügt über mehrere Liegenschaften, an denen sie zumindest teilweise Eigentum hält. Eigene Mitarbeiter:innen beschäftigt das Unternehmen derzeit nicht, operative Leistungen werden dem AKV zufolge von verbundenen Unternehmen – insbesondere der MaBau Beteiligungs GmbH – zugekauft.

Als Ursachen für die wirtschaftliche Schieflage nennt Sieben Dörfer Immobilien vor allem die derzeit schwierigen Rahmenbedingungen am Immobilienmarkt. Dazu zählten eine zinsbedingte Liquiditätskrise, die Stagnation im Immobiliensektor sowie laufende Fixkosten für externe Dienstleistungen.

Fortführung angestrebt

Das Unternehmen strebt eine Fortführung unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters an und plant eine Entschuldung über einen Sanierungsplan. Den Gläubiger:innen wird eine Quote von 30 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans. Deren Finanzierung soll durch den Verkauf einzelner Liegenschaften sowie aus dem laufenden Geschäft erfolgen. Die Liquidität für den Fortbetrieb soll laut Unternehmen vor allem aus Mieteinnahmen jener Immobilien stammen, die nicht veräußert werden sollen.

Man wolle nun insbesondere prüfen, ob der vorgelegte Sanierungsplan realistisch ist und ob für die Gläubiger:innen eine Verbesserung der angebotenen Quote möglich erscheint, so der AKV.

www.akv.at

www.7doerfer.at

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