Nächster Schritt in der Causa
Handelsgericht Wien bestätigt Sanierungsplan von Klemens Hallmann

| Redaktion 
| 09.03.2026

Im Insolvenzverfahren des Unternehmers und Investors ist ein weiterer Schritt erfolgt. Die Vereinbarung zur Schuldenregulierung wurde bestätigt, nachdem die vorgesehene Quote auf ein Treuhandkonto eingezahlt worden war

Das Handelsgericht Wien hat den Sanierungsplan des Unternehmers und Investors Klemens Hallmann bestätigt. Der Plan war bereits am 28. Oktober 2025 von den Gläubigern angenommen worden (LEADERSNET berichtete). Die darin vorgesehene Quote wurde fristgerecht auf ein Treuhandkonto des Sanierungsverwalters eingezahlt. Damit ist ein weiterer Schritt im Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung abgeschlossen.

Verfahren unter Eigenverwaltung

Das Verfahren betrifft Hallmann als eingetragenen Unternehmer und nicht die Hallmann Holding und wird weiterhin unter Eigenverwaltung geführt. Bereits im Vorfeld hatten 66 Gläubiger:innen Forderungen in Höhe von rund 135 Millionen Euro angemeldet, von denen etwa 119 Millionen Euro anerkannt wurden (LEADERSNET berichtete).

Mindestquote und mögliche Zusatzquote

Im Rahmen der Schuldenregulierung wurde ein gesetzliches Mindestangebot von 30 Prozent vorgesehen, das innerhalb von zwei Jahren zu bezahlen ist. Damit muss der Unternehmer rund 35,7 Millionen Euro innerhalb dieser Frist aufbringen.

Der bestätigte Plan sieht eine Gläubigerquote von 35 Prozent vor. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Sonderquote von bis zu zehn Prozent, wodurch sich die Rückzahlung auf bis zu 45 Prozent erhöhen kann. Damit liege diese mögliche Gesamtquote deutlich über der gesetzlichen Mindestquote.

In einem Konkursverfahren hätten Gläubiger:innen lediglich mit einer Quote von rund acht Prozent rechnen können. Mit der Bestätigung des Plans ist nun ein wesentlicher Schritt im laufenden Insolvenzverfahren abgeschlossen.

Fokus auf transparente Abwicklung

Klemens Hallmann betont, dass während des gesamten Verfahrens eine verantwortungsvolle und transparente Vorgehensweise im Mittelpunkt gestanden habe. "Es war mir von Anfang an wichtig, das Sanierungsverfahren mit größtmöglicher Transparenz und Verantwortung zu führen und meinen Verpflichtungen zuverlässig nachzukommen. Dabei stand die Wahrung der Gläubigerinteressen für mich stets an erster Stelle. Die gerichtliche Bestätigung des Sanierungsverfahrens ist das Ergebnis von intensiven Bemühungen und entschlossenem Handeln. Ich bedanke mich bei meinem Team und bei allen, die mitgewirkt haben, um das möglich zu machen. Ich hoffe, damit eine mögliche Trendwende in der Immobilienbranche positiv zu unterstützen", sagte Hallmann.

Sanierungen als mögliches Signal für die Branche

Der Unternehmer sieht erfolgreiche Restrukturierungen auch als positives Zeichen für die Immobilienbranche. "Sanierungen in der Immobilienbranche können gelingen. Ich habe mich für diesen Weg entschlossen, um im Sinne der Gläubiger zu handeln. Mit Zusammenhalt und harter Arbeit können auch die größten Herausforderungen bewältigt werden", so Hallmann und ergänzt abschließend: "Aufgeben war nie eine Option". 

www.hallmannholding.com

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