Insolvenz in der Facility-Branche
Bekannter Gebäudedienstleister ist pleite: 87 Mitarbeiter betroffen

| Tobias Seifried 
| 02.03.2026

Laut dem Facility-Unternehmen haben hohe Personalkosten sowie bestehende Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt zur Insolvenz geführt.

Wie der AKV und der KSV1870 mitteilten, hat die CCS Facility Services GmbH beim zuständigen Landesgericht in Linz ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. 

Das 2017 gegründete Unternehmen mit Sitz in der oberösterreichischen Landeshauptstadt ist im Bereich Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung tätig und beschäftigt derzeit rund 87 Mitarbeiter:innen. Die Passiva werden mit rund 547.960 Euro angegeben. Den Kreditschützern zufolge sind rund 40 Gläubiger:innen betroffen.

Gründe für die Pleite

Laut Eigenantrag erzielte das Unternehmen in den vergangenen Jahren steigende Umsätze und grundsätzlich positive Ergebnisse. Hohe Personalkosten sowie bestehende Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt hätten jedoch zu einer zunehmend angespannten Liquiditätslage geführt. Nachdem eine Ratenvereinbarung mit dem Finanzamt gescheitert sei und weitere Zahlungen – insbesondere Lohnnebenkosten und Umsatzsteuer – fällig geworden seien, habe die Gesellschaft ihre laufenden Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können. Eine beantragte Erhöhung des Kontorahmens sei von der Bank abgelehnt worden.

Fortführung geplant

Im Rahmen des Sanierungsverfahrens bietet CCS Facility Services seinen Gläubiger:innen eine Quote von 20 Prozent an, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans. Die Finanzierung soll aus Fortführungs- und Verwertungserlösen sowie aus künftigen Betriebsergebnissen erfolgen.

Laut AKV wurde das Verfahren noch am Montag (2. März) eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Linzer Rechtsanwalt Stefan Piringer bestellt. Die allgemeine Prüfungstagsatzung ist für 5. Mai 2026 angesetzt.

www.akv.at

www.ksv.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV