Fotos aus der Albertina
Bei der Eröffnung der Ausstellung von Honoré Daumier traf Satire auf High Society

Wo sonst führende Köpfe aus Wirtschaft und Politik über die Zukunft diskutieren, stand am 5. Februar 2026 einer der Meister des 19. Jahrhunderts im Rampenlicht, der den Mächtigen schon seinerzeit den Spiegel vorhielt. 

Instabile politische Verhältnisse, Machtmissbrauch durch verschworene Eliten und eine Wirtschaft, die sich durch krisenhafte Zeiten manövrieren muss: Was wie aktuelle News des Wirtschaftsteils klingt, ist in Wahrheit die Situation des nachrevolutionären Frankreichs im 19. Jahrhundert. Doch die Parallelen zur Gegenwart sind verblüffend. Und auch schon damals war eines der wichtigsten Instrumente zur Ausübung von Kritik die Kunst. Genau hier setzt die neue Ausstellung der Albertina an, die Karikaturen von Honoré Daumier zeigt, mit denen er seinerzeit der immer komplexeren und unübersichtlichen Welt eine nötige Klarheit lieferte. 

Eröffnet wurde die Ausstellung "Honoré Daumier – Spiegel der Gesellschaft" am 5. Februar 2026 in der Albertina, begleitet von einer hochkarätigen Gästeschar. Wo also sonst die Elite aus Wirtschaft und Politik zusammenkommt, um über die Zukunft zu diskutieren, stand kürzlich der Meister des 19. Jahrhunderts im Rampenlicht, der den Mächtigen schon damals den Spiegel vorhielt. 

Über einen zeitlosen Künstler

Mit seiner spitzfederigen Analyse und einem unbestechlichen Humor hielt Daumier seiner Epoche den Spiegel vor. Seine schonungslose Kritik an sozialen Missständen brachte ihn regelmäßig ins Visier der Zensurbehörden. Doch der Karikaturist konnte nicht beirrt werden und nahm für die Freiheit der Kunst sogar eine Haftstrafe in Kauf. Daumier verstand wie kein Zweiter, die Dynamik der Großstadt und die psychologischen Nuancen der Gesellschaft einzufangen. Daher sind seine Werke nicht nur Kunst, sondern eine Blaupause für kritische Beobachtungsgabe und intellektuelle Unabhängigkeit. 

Gerade mit Blick auf die Gegenwart, das heißt in einer Zeit von "Fake News" und politischer Polarisierung, wirken Daumiers Lithografien über Korruption und Justiz-Willkür erschreckend visionär. Somit war Daumier mehr als nur historischer Zeichner, er war der Prototyp des kritischen Beobachters, dessen Schaffen bis über seinen Tod hinaus von Bedeutung ist. 

Unter den Gästen

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung waren die Gäste zu einem anschließenden Get-together in den Prunkräumen geladen. So wurde bei angeregten Gesprächen nicht nur über die rund 200 Exponate gesprochen, sondern auch genetzwerkt. Bei der Eröffnung dabei waren u.a. der Albertina Generaldirektor Ralph Gleis mit Partnerin Katinka Keckeis (Leiterin des Forensisch-therapeutischen Zentrums), Agnes (Autorin) und Karlheinz Essl (Unternehmer & Kunstsammler), Doris (Unternehmerin & Modedesignerin) und Gabor Rose (Modeunternehmer), Christiane Huemer-Strobele (Kulturmanagerin), Anouk Lamm Anouk (Künstlerin), Konstantin Klien (Vorsitzender des Vorstands Uniqa), Gery Keszler (Visagist), Gerda Dujsik (Unternehmerin), Xenia Hausner (Malerin & Bühnenbildnerin) und Ehemann Lothar Wesemann (Bankmanager), Stella Rollig (Autorin) sowie Peter Hauenschild (Bildender Künstler) und viele mehr.  

Einen Eindruck vom Opening können Sie sich mittels Galerie verschaffen.

www.albertina.at

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