Konsumverhalten
Ausgaben für den Valentinstag steigen auf 85 Euro pro Kopf

| Redaktion 
| 08.02.2026

Laut Consumer Check des Handelsverbands planen 68 Prozent der Österreicher:innen, heuer ein Geschenk zu kaufen. Der Handel rechnet mit einem Umsatz von rund 200 Millionen Euro.

Am 14. Februar ist wieder Valentinstag. Und im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich laut Consumer Check des Handelsverbands eine klare Ausgabensteigerung. 2025 lagen die geplanten Valentinstags-Ausgaben noch bei durchschnittlich 70 Euro, heuer sind es bereits 85 Euro. Damit nähert sich das Niveau wieder dem Wert von 2022 an. Ein Teil der Ausgaben fließt zwar auch in Gastronomie und Dienstleistungen, der Einzelhandel erwartet dennoch Mehreinnahmen von rund 200 Millionen Euro. "Auch heuer werden die Geschenke bevorzugt im stationären Handel gekauft", sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands.

Blumen und Süßes dominieren die Geschenkeliste

Beschenkt werden am Valentinstag vor allem Partner:innen und Ehepartner:innen, aber auch Mütter und Freund:innen spielen eine Rolle. Bei den beliebtesten Geschenken liegen Blumen und Pflanzen mit 57 Prozent klar an erster Stelle, gefolgt von Schokolade und Süßigkeiten mit 23 Prozent. Auch Restaurantbesuche, Gutscheine sowie nicht materielle Geschenke wie Ausflüge zählen zu den häufigsten Aufmerksamkeiten. Auffällig sind Unterschiede nach Geschlecht: Männer greifen deutlich häufiger zu Blumen, Frauen häufiger zu Süßigkeiten.

Stationärer Handel bleibt wichtigste Einkaufsstätte

Der Valentinstag ist weiterhin stark vom stationären Einkauf geprägt. Vor allem Blumen und Pflanzen werden nahezu vollständig im Fachhandel gekauft. Laut Consumer Check wird nur etwa jedes vierte Valentinstagsgeschenk online erworben. Damit zählt der 14. Februar für Florist:innen und Geschenkartikelhändler:innen neben dem Muttertag zu den wichtigsten Verkaufstagen des Jahres.

Regionale Unterschiede bei der Ausgabebereitschaft

Im Bundesländervergleich zeigen sich deutliche Unterschiede. Am spendabelsten sind Konsument:innen in Salzburg und Oberösterreich mit durchschnittlich 98 Euro pro Person, gefolgt von Tirol und Vorarlberg mit 93 Euro. Wien liegt mit 89 Euro über dem Österreichschnitt. Deutlich niedriger fallen die Ausgaben in Niederösterreich und dem Burgenland (70 Euro) sowie in der Steiermark und Kärnten (75 Euro) aus.

Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage bleibt der Valentinstag für den Handel ein emotionaler, aber auch wirtschaftlich relevanter Fixpunkt. "Gerade in herausfordernden Zeiten sorgt er für wichtige Kaufimpulse und stärkt regionale Betriebe", betont Will.

www.handelsverband.at

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