Aktuelle Umfrage
Finanzarbeitsmarkt zwischen Aufbruch und Unsicherheit

| Redaktion 
| 08.02.2026

Viele Arbeitnehmer:innen denken über einen Jobwechsel nach, doch nur ein Teil wird aktiv. Eine aktuelle Umfrage macht deutlich, welche Faktoren Beschäftigte bewegen, und warum Unternehmen 2026 besonders gezielt handeln müssen. 

Der Start ins neue Jahr bringt Bewegung in den Finanzarbeitsmarkt. Eine aktuelle Jahreswechselumfrage der Schulmeister Management Consulting GmbH, durchgeführt im Dezember 2025 unter 1.122 Arbeitnehmer:innen (siehe Infobox), zeigt ein ambivalentes Bild. Viele Beschäftigte beschäftigen sich mit dem Gedanken, den:die Arbeitgeber:in zu wechseln, setzen diesen Schritt jedoch oft nicht unmittelbar um.

Denken Sie darüber nach, im Jahr 2026 Ihren Job zu wechseln. © Schulmeister Management Consulting GmbH

"Die Umfrage zeigt deutlich, dass viele Beschäftigte verunsichert sind und einen Jobwechsel erwägen, ohne aber sofort zu handeln. Für Unternehmen bedeutet das: Der Bewerbermarkt ist vorhanden, reagiert aber sensibel auf Rahmenbedingungen und Angebote", sagte Matthias Schulmeister, Geschäftsführer der Schulmeister Management Consulting GmbH.

Hohe Bereitschaft trifft auf Zurückhaltung

Laut den Ergebnissen planen 53 Prozent der Befragten, 2026 ihren Job zu wechseln. Weitere 22 Prozent ziehen diesen Schritt zumindest in Betracht. Gleichzeitig gibt nur etwas mehr als die Hälfte der Wechselwilligen an, derzeit aktiv nach einer neuen Stelle zu suchen. Der Jobwechsel ist für viele damit weniger ein routinierter Karriereschritt, sondern eine Entscheidung, die stark von Perspektiven, Stabilität und konkreten Angeboten abhängt.

Sind Sie gerade aktiv auf der Job-Suche © Schulmeister Management Consulting GmbH

Arbeitsplatzsicherheit wird unterschiedlich bewertet

Auch die Einschätzung der eigenen beruflichen Situation fällt differenziert aus. Rund ein Drittel der Befragten geht davon aus, dass der eigene Arbeitsplatz angesichts der wirtschaftlichen Lage mittelfristig gefährdet sein könnte. Die Mehrheit fühlt sich jedoch nicht unmittelbar bedroht. Die Unsicherheit ist damit spürbar, führt aber vor allem zu Vorsicht statt zu schnellen Entscheidungen.

Einkommensverluste erhöhen die Sensibilität

Neben der allgemeinen Stimmungslage zeigt die Umfrage auch finanzielle Auswirkungen. 38 Prozent der Teilnehmer:innen berichten von Einbußen beim Jahreseinkommen. Die wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich somit für viele direkt auf die persönliche Situation aus und beeinflusst auch die Erwartungen an potenzielle Arbeitgeber:innen.

Die Top 5 Faktoren für Unzufriedenheit im aktuellen Job © Schulmeister Management Consulting GmbH

Führung und Perspektiven werden entscheidend

Unzufriedenheit entsteht laut den Befragten vor allem durch Faktoren wie schlechte Führung, fehlende Entwicklungsmöglichkeiten oder mangelndem Teamfit. Gleichzeitig zählen genau diese Aspekte, neben fairer Bezahlung und interessanten Aufgaben, zu den wichtigsten Kriterien, wenn es um die Attraktivität eines neuen Jobs geht.

"2026 wird daher weniger ein klassisches Einstellungsjahr sein als ein Jahr der Transformation in den Finance-Abteilungen", so Schulmeister.

Die Top 5 Faktoren für Zufriedenheit im aktuellen Job © Schulmeister Management Consulting GmbH

Unternehmen müssen gezielter agieren

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass zwar ein Bewerbermarkt vorhanden ist, dieser jedoch sensibel auf Rahmenbedingungen reagiert. Unternehmen suchen laut Schulmeister nicht mehr breit, sondern sehr fokussiert und Kandidat:innen wechseln nur dann, wenn Rolle, Sicherheit und Perspektive überzeugend zusammenpassen.

www.schulmeister-consulting.com

Über die Umfrage

Die Jahreswechselumfrage wurde im Dezember 2025 zum vierten Mal in Folge durchgeführt. Insgesamt nahmen 1.122 Arbeitnehmer:innen aus dem Finanzbereich an der Online-Umfrage teil.

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Über die Umfrage

Die Jahreswechselumfrage wurde im Dezember 2025 zum vierten Mal in Folge durchgeführt. Insgesamt nahmen 1.122 Arbeitnehmer:innen aus dem Finanzbereich an der Online-Umfrage teil.

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