Am Dienstag, dem 13. Jänner 2026, startet mit HBO Max ein neuer Streamingdienst am österreichischen Markt und sagt damit der inzwischen breit gestreuten Konkurrenz – von Netflix über Disney+ bis hin zu Amazon Prime Video – den Kampf an. Hinter der Plattform steht das Medienhaus Warner Bros. Discovery, das mit Marken wie HBO ("Home Box Office"), CNN, Eurosport, Discovery+ und dem DC-Universum ein breites Entertainment-Portfolio vereint.
Blockbuster treffen lokale Eigenproduktionen und Sportangebot
In den USA ist HBO Max bereits seit 2020 verfügbar und zählt dort laut eigenen Angaben mittlerweile rund 128 Millionen Abonnent:innen. Nun folgt der Marktstart in Österreich, der Teil eines großangelegten europäischen Expansionsschritts ist: Zeitgleich startet der Dienst nun nämlich auch in Deutschland, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein, ehe im März schließlich Großbritannien und Irland an der Reihe sind.
Begeistern soll HBO Max hierzulande mit einem breit gefächerten Programmangebot, das neben beliebten Kult-Comedyserien wie "Friends" und "The Big Bang Theory" etwa auch Blockbuster wie "Superman", "The Batman", "Dune", die "Harry Potter"-Reihe sowie Horrorfilme wie "Weapons" umfasst. Darüber hinaus wartet der Streamingdienst mit zahlreichen Eigenproduktionen auf, darunter das von Fans langersehnte "Game of Thrones"-Prequel "A Knight of the Seven Kingdoms", die französische Serie "The Seduction", das Max-Original "The Pitt", und die starbesetzte Serie "All Her Fault". Und nicht zuletzt setzt HBO Max auch gezielt auf lokale Eigenproduktionen – darunter deutschsprachige Originals wie "4 Blocks Zero", die Heist-Serie "Banksters" sowie eine Doku über den spektakulären Diebstahl der Goldmünze "Big Maple Leaf". Ergänzt wird das Angebot durch neue Projekte von "Dark"-Macher:innen Jantje Friese und Baran Bo Odar sowie exklusive Deals mit Leonine, Constantin Film und weiteren Partnern für hochwertige Film- und Serienpremieren.
Abseits des Entertainment-Programms soll sich der Streamingdienst auch für Sportbegeisterte eignen: Die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 werden erstmals live auf HBO Max übertragen – für alle Abonnent:innen, unabhängig vom Abo-Modell. Mit dem optionalen Sport-Paket kommt zudem der Zugang zu Eurosport hinzu, inklusive Australian Open, Roland-Garros, über 300 Tagen Live-Radsport mit allen Etappen der Tour de France sowie umfangreichen Wintersport-Übertragungen mit Weltmeisterschaften und Weltcups in den deutschsprachigen Regionen.
"Mit unserem bislang stärksten Line-up an US- und lokalen HBO-Serien, Blockbuster-Filmen aus aller Welt und den bevorstehenden Olympischen Winterspielen ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um HBO Max direkt für Abonnent:innen zugänglich zu machen", erklärt JB Perrette, CEO und President of Global Streaming and Games bei Warner Bros. Discovery, den Expansionsschritt.
Drei Abomodelle und ein optionales Zusatzpaket
Angeboten wird das alles hierzulande derzeit in drei verschiedenen Abomodellen, die laut HBO Max monatlich kündbar seien. Am günstigsten ist demnach das "Basis-Abo mit Werbung", mit dem man auf zwei Geräten gleichzeitig in Full HD streamen kann. Bis Dezember 2026 sollen die Kosten hier auf 5,99 Euro pro Monat entfallen, bevor am 1. Jänner 2027 eine Preiserhöhung auf 6,99 Euro pro Monat geplant sei. Mit dem "Standard"-Abo streamt man ebenfalls auf maximal zwei Geräten gleichzeitig in Full HD, bekommt obendrauf aber noch 30 Downloads inklusive. Kostenpunkt: 11,99 Euro pro Monat. Das teuerste Abomodell mit 16,99 Euro pro Monat ist überdies das "Premium"-Paket, das vier Streams gleichzeitig in 4K Ultra HD mit Dolby Atmos und bis zu 100 Downloads verspricht. Auch diese beiden Modelle sollen mit 1. Jänner 2027 um jeweils einen Euro teurer werden.
Zu jedem dieser drei Abomodelle kann optional auch das bereits angesprochene "Sport-Paket" für aktuell drei Euro pro Monat dazugebucht werden. Dieses enthält jedoch Werbung und ist auf zwei parallele Streams innerhalb des bestehenden Limits beschränkt.
Gestreamt werden kann laut HBO Max auf ausgewählten Smart-TVs, Set-Top-Boxen, Streaming-Geräten, Smartphones und Tablets, Spielkonsolen sowie direkt online. Teilt man sich sein Abo mit weiteren Haushaltsmitgliedern, kann man bis zu fünf personalisierte Profile erstellen sowie elterliche Kontrollfunktionen für Kinder einrichten.
Bieterschlacht um Mutterkonzern
Während HBO Max nun also auch in Österreich mit den bereits etablierten Streamingdiensten um Kund:innen buhlt, spielt sich im Hintergrund eine weit größere strategische Auseinandersetzung ab: Der Mutterkonzern Warner Bros. Discovery könnte nämlich bald den Besitzer wechseln. Aktuell liefern sich die Medienriesen Paramount und Netflix ein Rennen um die Übernahme des Konzerns. Noch ist offen, wie die Entscheidung ausfallen wird, doch laut Medienberichten dürfte der Vorstand den Aktionär:innen zum Angebot von Netflix raten. Welche Folgen ein solcher Schritt für HBO Max und die übrigen Plattformen hätte, lässt sich derzeit kaum abschätzen – zumal ein Abschluss des Verfahrens ohnehin frühestens in rund einem Jahr zu erwarten wäre.
www.hbomax.com
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