125 Millionen Euro Umsatz erwartet
Weihnachtsmärkte stärken Wiens Wirtschaftskraft

Die Wirtschaftskammer Wien erwartet heuer mehr als vier Millionen Besuche allein durch die Wiener Bevölkerung. Die Adventmärkte gelten nicht nur als Besucher- und Stimmungsmagnet, sondern auch als bedeutender Umsatztreiber für Handel, Gastronomie und Tourismus.

Wenn in Wien Punsch- und Zimtduft die Straßen durchzieht, beginnt die Hochsaison für die 14 großen Weihnachtsmärkte der Stadt. Mit insgesamt 911 Ständen prägen sie das winterliche Stadtbild und zählen zu den wichtigsten saisonalen Angeboten im urbanen Raum. Davon sind 731 Handelsstände, die restlichen 180 Gastrostände. "Weihnachtsmärkte sind ein Gewinn für ganz Wien. Sie sind sozialer Treffpunkt, Traditionsort und schaffen als wirtschaftlicher Impulsgeber Wertschöpfung für zahlreiche Branchen", sagt Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien (WKW). Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit erwartet sie eine starke Saison.

Internationales Publikum

71 Prozent der Wiener Bevölkerung plant laut WKW heuer mindestens einen Besuch, viele davon mehrfach. Insgesamt werden rund 4,1 Millionen Marktbesuche aus der Stadtbevölkerung erwartet. Mit durchschnittlich 30 Euro Ausgaben pro Besuch ergibt sich ein Umsatzvolumen von rund 125 Millionen Euro – ohne Tourist:innen. Rechnet man die Gäste aus Bundesländern und dem Ausland hinzu, steigt die Bedeutung weiter: 30 Prozent der Besucher:innen kommen aus anderen Teilen Österreichs, 24 Prozent reisen international an. Für viele verbinden sich Marktbesuch und Weihnachtsshopping. Gumprecht betont: "Dieser internationale Ruf als Weihnachts-Weltstadt kommt Handel und Tourismus enorm zugute."

Impulse für Betriebe und Innenstadt

Von den Adventmärkten profitieren insbesondere Klein- und Kleinstbetriebe, die handgemachte Produkte oder kulinarische Spezialitäten anbieten. Viele Marktstände werden von Ein-Personen-Unternehmen betrieben, daneben entstehen Arbeits- und Auftragsmöglichkeiten für Gewerbe, Gastronomie und Verkauf. Auch der stationäre Handel zieht Vorteile: Ein Fünftel der Wiener Bevölkerung verbindet den Besuch eines Adventmarkts mit Einkäufen in umliegenden Geschäften. Die Märkte schaffen eine einladende Atmosphäre, die Frequenz erhöht und zusätzliche Umsätze generiert.

Motive und kulinarische Klassiker

– davon 731 Handels- und 180 Gastrostände – Für die Besucher stehen vor allem Atmosphäre (56 %), Treffen mit Freunden (45 %) und Punsch oder Glühwein (43 %) im Vordergrund. Auch der Blick auf Produkte (34 %), kulinarischer Genuss (29 %) und das Besorgen kleiner Geschenke (16 %) zählen zu den Gründen. Kulinarisch dominieren Maroni (41 %), Langos (35 %) und gebrannte Mandeln (33 %). Bei den Getränken führen Punsch (45 %) und Glühwein (36 %).

Die beliebtesten Märkte der Stadt

Im Ranking liegt der Christkindlmarkt am Rathausplatz an erster Stelle, gefolgt von Schloss Schönbrunn, dem Spittelberg, dem Weihnachtsdorf im Alten AKH und dem "Art Advent" am Karlsplatz. Ebenfalls stark nachgefragt sind die Märkte beim Schloss Belvedere, im Türkenschanzpark und in den Blumengärten Hirschstetten.

www.wko.at/wien

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