Fotos der Eröffnungsfeier
Mit "Die Wachauerin" ist Wien um eine Weinbar reicher

Winzertochter Anna Polz will mit ihrem neuen Lokal am Alsergrund die Wachau von ihrer anderen Seite zeigen. Beim großen Eröffnungsfest, das erst kürzlich stattgefunden hatte, hatten die ersten Winzer:innen und Kooperationspartner:innen die Möglichkeit, sich selbst ein Bild vom neuen Konzept zu machen. 

Im 9. Bezirk, am Frankhplatz 2, hat eine neue Afterwork Weinbar eröffnet, die den Namen "Die Wachauerin" trägt. Inhaberin ist die Winzertochter Anna Polz. Mit dem neuen Lokal will sie den Weinen ihrer Heimatregion, dem rechten Donauufer zwischen Mautern und Melk, mehr Sichtbarkeit verschaffen. 

Über die Idee

Am Anfang des Jahres, noch als kreative Träumerei eingestuft, entwickelte sich im Austausch mit ihrem Partner, ihrer Familie und befreundeten Winzer:innen sowie Gastronom:innen, rasch konkrete Pläne. Nachdem auch ein geeigneter Standort gefunden war, die ehemalige Weinbar "Onkel Franz", wurde die anfängliche Idee zur Realität. Nach einigen Tagen Soft-Opening war es nun schließlich so weit, und die neue Bar wurde am 18. November 2025 gemeinsam mit Winzer:innen und Kooperationspartner:innen der Öffentlichkeit präsentiert. 

Die Familie von Anna Polz betreibt seit 1893 ihren Weinbau in Rührsdorf in der Wachau. "Am Südufer der Donau zwischen Mautern und Melk werden generell großartige Weine produziert, die aber immer noch viel zu wenig bekannt sind", findet die Gründerin. Auch wenn einige Winzer:innen der Südseite beim Fachpublikum bereits gefragt wären, würden sie der breiten Öffentlichkeit bis dato unbekannt bleiben oder maximal als "Geheimtipps" gehandelt werden. Mit dem neuen Lokal, das sich direkt bei der Votivkirche befindet, soll sich dies ändern. Daher besteht auch das Kernsortiment aus Weinen des Südufers. 

Wein, Laberl & Liebe

Als Premiumpartner hat Polz die Weingüter Andreas Eder, Martin Bergkirchner, Georg Frischengruber, Josef Fischer jun., Heinz Sigl und Herbert Polz gewinnen können. Von jedem dieser Winzer ist immer zumindest ein Wein glasweise erhältlich. Das Sortiment des:der jeweiligen Winzer:in des Monats gibt es generell offen zu verkosten und zu konsumieren. Ergänzt wird das Sortiment durch rund 50 nationale und internationale Weine sowie Schaumweine aller bedeutenden Rebsorten. Bei der Auswahl sei dabei auf eine Ausgewogenheit zwischen Einstiegs- und Topsegment geachtet worden, so Polz. Das heißt, große Namen sind ebenso vertreten wie Underdogs und Newcomer. Abgerundet wird das Konzept durch weitere Produkte von befreundeten, regionalen Produzent:innen vom rechten Donauufer – darunter Trauben- und Marillensäfte, Marillen-Chutneys und Honig sowie Marillenschnäpse und -liköre. 

Ebenso in der neuen Weinbar zu finden, ist das Original Schmidl Wachauer Laberl, das mittlerweile zum Wachauer Kulturgut zählt. Aufgrund seines Roggenanteils und seiner rauen Oberfläche unterscheidet es sich in Geschmack und Konsistenz von einer gewöhnlichen Semmel. Erfunden wurde es von Rudolf Schmidl im Jahr 1905. Heutzutage ist es fast in jedem Wachauer Gastronomie- und Heurigenbetrieb anzutreffen, weswegen es in der "Die Wachauerin" ebenfalls nicht fehlen darf – mehr noch: Es soll nicht nur eine kleine Nebenrolle einnehmen, sondern die Hauptrolle spielen. Insbesondere in diversen Laberl-Kreationen wie dem Camembert/Marillen-Chutney, dem Bierschinken/Krenn oder mit einer herzhaften Trüffelsalami. Obendrein wurden vier Heurigengerichte eigens für das neue Lokal kreiert, die die klassische "Jausn" neu interpretieren. So gibt es neben einem speziell marinierten "Beef Tartar Wachauerin", cremige "Burrata auf Paprika-Marillen Ragout" und eine marinierte "Blunzn mit knusprigen Grammeln und Trüffelperlen" sowie Polz' selbst gemachten Liptauer und warme Grammeln. Als Highlight der Karte gilt allerdings der "Bratl-Burger mit Purple Slaw und Marillen Tartar".

Wenn die Wachau in der Bundeshauptstadt beginnt

Auch die Inneneinrichtung erinnert an die Wachau. An den Wänden etwa sorgen Winzer-Ahnen und Wachauer-Laberl im Pop-Art-Stil für Stimmung. Einige davon kann man als Postkarten auch kostenlos mit nach Hause nehmen. Zudem soll eine dezente Beleuchtung und passende Musikuntermalung aus den Lautsprechern für ein Ambiente sorgen, das zum Verweilen und Genießen einlädt. 

Im November und Dezember ist "Die Wachauerin" auch an den Adventsamstagen geöffnet. Ab Jänner 2026 gelten dann die offiziellen Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch von 15:30 bis 23 Uhr sowie Donnerstag bis Freitag von 15:30 bis 24 Uhr. Zudem stehen die Samstage für private Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen und Events mit Winzer:innen zur Verfügung. 

Einen Eindruck von der Eröffnungsfeier können Sie sich mittels Galerie verschaffen.

www.diewachauerin.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV