Fotos vom ABÖ-Café
So sieht die Schule von morgen aus

Beim ABÖ-Café in Wien diskutierte Bildungsminister Christoph Wiederkehr am Donnerstag mit Vertreter:innen der Bildungsmedienbranche über die "Revolution im Klassenzimmer". 

Am Donnerstagabend lud die Allianz Bildungsmedien Österreich (ABÖ) in den Management Club auf der Wiener Kärntner Straße, um im Rahmen des ABÖ-Cafés mit Bildungsminister Christoph Wiederkehr über eine Modernisierung des österreichischen Bildungssystems und eine "Revolution im Klassenzimmer" zu sprechen. Durch den Abend, zu dem mehr als 50 ABÖ-Mitglieder erschienen, führte Silvia Grünberger, Managing Partner von Grünberger & Partner, als Moderatorin.

Aufholjagd in der Bildung

Bereits zum Auftakt der Veranstaltung machte Wiederkehr deutlich: "Wir starten eine Aufholjagd in der Bildung – und das in allen Bereichen, in denen Österreich nicht den Anschluss verlieren darf: bei der Digitalisierung, bei der individuellen Förderung und bei der Vermittlung moderner Kompetenzen wie Demokratieverständnis und Medienkompetenz." Dabei betonte er, dass Bildung ein Gemeinschaftsprojekt sei, das nicht nur Schulen und Behörden, sondern auch Eltern, Gesellschaft und Bildungsmedienanbieter einbeziehe. Um die Verantwortung breiter zu verankern, wolle man etwa verpflichtende Elterngespräche bei Suspendierungen einführen.

Raum für Innovation schaffen

Besonders intensiv wurde über die Zukunft der Bildungsmedien in Österreich diskutiert: Wiederkehr betonte, dass deren hohe Qualität und die im internationalen Vergleich günstigen Preise eine solide Grundlage bilden würden. Gleichzeitig gelte es, Approbationsverfahren und Lehrpläne weiterzuentwickeln, um mehr Raum für Innovation zu schaffen. Zentrale Elemente für den notwendigen Wandel im Bildungssystem seien laut Wiederkehr zwei Projekte aus dem Regierungsprogramm: die "Schulbuchaktion 2.0" sowie der "digitale Bildungsscheck". Sie sollen die Qualität und Vielfalt der Bildungsmedien langfristig sichern und gleichzeitig einen gerechteren Zugang zu modernen Lernmitteln ermöglichen. "Hybride Lernformen und KI-gestützte Angebote bergen enormes Potenzial für individualisiertes Lernen und zielgerichtete Förderung. Dafür braucht es Investitionen in Ausstattung, Fortbildung und pädagogische Konzepte, um diese Chancen bestmöglich zu nutzen", so Wiederkehr.

Markus Spielmann, Präsident der Allianz Bildungsmedien und Geschäftsführer des Helbling Verlags, teilte diese Ansicht und betonte: "Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen Werkzeuge in die Hand zu geben, mit denen sie in einer digitalen und zunehmend komplexen Welt bestehen können. Um weiterhin qualitativ hochwertige und zeitgemäße Bildungsmedien zu produzieren, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und einen kontinuierlichen Dialog mit Politik und Schulen."

Appell an die Branche

Abschließend richtete Wiederkehr einen klaren Appell an die Branche: "Wir brauchen Sie als Partner, um die Zukunft unseres Bildungssystems gemeinsam zu gestalten. Bildungsmedienunternehmen können entscheidend dazu beitragen, dass Schule nicht nur Wissen vermittelt, sondern Kinder und Jugendliche bestmöglich auf die Welt von morgen vorbereitet."

Eindrücke vom Event finden Sie in unserer Galerie

www.allianz-bildungsmedien.at

www.gruenberger-partner.com

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