Laut Prognose
Im Jahr 2531 könnten alle Japaner "Sato" heißen

| Redaktion 
| 03.04.2024

Im Land der aufgehenden Sonne gibt es ein skurriles Problem: In knapp 500 Jahren könnten alle denselben Nachnamen haben.

Sato ist der am weitesten verbreitete Familienname in Japan, rund 1,53 Prozent der Bevölkerung heißen so – vor zehn Jahren lag der Wert bei noch 1,48 Prozent. In 500 Jahren werden allerdings alle japanischen Bürger:innen so heißen, wenn es Ehepaaren nicht erlaubt wird, getrennte Nachnamen zu verwenden. Das geht aus Berechnungen hervor, die im Rahmen einer Kampagne zur Aktualisierung des Zivilgesetzbuches aus dem späten 19. Jahrhunderts veröffentlicht wurden.

Laut diesen Berechnungen werden im Jahr 2531 alle Japaner:innen Sato heißen, sollte der Nachname bei einer Hochzeit nicht wählbar werden.

Zuwachs

Von 2022 auf heuer betrug der Zuwachs das 1,0083-Fache. Auf Basis dieser Zahlen errechnete Yoshida, dass 2446 etwa die Hälfte der japanischen Bevölkerung diesen Namen tragen und im Jahr 2531 eben 100 Prozent.

Paare in Japan müssen sich bei ihrer Heirat für einen gemeinsamen Nachnamen entscheiden. In 95 Prozent der Fälle ist es die Frau, die ihren Namen ändert. In einer Umfrage im Vorjahr sprachen sich 60 Prozent der Befragten für unterschiedliche Nachnamen nach einer Heirat aus. Die regierende konservative Liberaldemokratischen Partei (LDP) spricht sich aber gegen eine Änderung der derzeitigen Regel aus: Eine solche würde die Einheit der Familie "untergraben" und bei den Kindern Verwirrung stiften.

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