Morgenrot will Zukunftsmodell für ein nachhaltiges Lebensmittelsystem bieten

| Redaktion 
| 19.09.2023

Bei einem Filmscreening und anschließender Podiumsdiskussion wurde über alternative Konzepte debattiert.

Im September veranstaltete die morgenrot Genossenschaft gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) ein Film-Screening mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema Lebensmittelsysteme der Zukunft am Beispiel des Vorreiters auf diesem Gebiet: der südkoreanischen Genossenschaft Hansalim.

Gerechtes und nachhaltiges Lebensmittelsystem

Die Hansalim Federation of Life Cooperatives existiert seit 40 Jahren und ist die weltweit größte solidarische Landwirtschaft, die Tausende von Landwirt:innen und Hunderttausende von Verbraucher:innen in einer Genossenschaft zusammenbringt. Das Ziel ist die Etablierung eines gerechteren und nachhaltigeren Lebensmittelsystems. Das ist auch das Ziel der Wiener Genossenschaft morgenrot, die dieses Erfolgsmodell nach Wien bringt und als langfristiges Ziel die regenerative Landwirtschaft etablieren möchte. Weiters liefert morgenrot eine Blaupause für künftige Genossenschaften in ganz Österreich und Europa.

Am Podium diskutierten Jonathan Dolley, University of Sussex, Sarah Schmollmüller, Dirndln am Feld, Maria Kaufmann und Martin Gerstl, beide von morgenrot, und waren sich einig, dass das Modell von Hansalim erfolgreich in einen österreichischen bzw. generell "westlichen" Kontext gestellt werden kann.

Alles an einem Ort

Genau das mache morgenrot: Es wurde eine Genossenschaft gegründet, an der man sich als Mitglied beteiligen kann. Ziel sei die Eröffnung von Alternativen zu herkömmlichen Supermärkten in ganz Wien. In diesen Märkten würden dabei alle, nicht nur Mitglieder, einkaufen können. Der große Vorteil sei laut morgenrot, dass man nicht vom Bauernladen zum Bauernmarkt und dann noch in den (Bio-)Supermarkt tingeln müsse, um alle Güter des täglichen Bedarfs zu bekommen.

Die Preise seien dabei fair – sowohl für Bauern, als auch für Kund:innen. Die Produkte stammen aus kleinstrukturierten und nachhaltigen landwirtschaftlichen Betrieben und haben möglichst kurze Transportwege hinter sich. Teile der morgenrot Gewinne würden in regenerative Landwirtschaft investiert werden.

www.morgenrot.wien

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