Dichand klagt Fellner

| 02.08.2021

Sind die Vorwürfe der Ex-Österreich-Mitarbeiterinnen eine Kampagne der "Krone"? 

Österreich-Herausgeber Wolfgang Fellner stellt Vorwürfe von Ex-Mitarbeiterinnen (LEADERSNET berichtete) als "Kampagne der Konkurrenz" dar. Die Krone und ihr Herausgeber, Christoph Dichand klagen jetzt die Tageszeitung Österreich und oe24 am Handelsgericht Wien wegen mutmaßlicher Herabsetzung eines im Wettbewerb stehenden Unternehmens auf Unterlassung, Anspruch auf Urteilsveröffentlichung und Schadenersatz.

Zwei Artikel

Geklagt werden dem Standard zufolge zwei wortidente Artikel, die Anfang Juni in Österreich und auf oe24 erschienen sind. Es werde suggeriert, dass Krone und Dichand persönlich hinter den Vorwürfen wegen sexueller Belästigung stecken würden. Zudem entstehe der Eindruck, dass Krone und Dichand daran beteiligt gewesen wären, als einer oe24.tv-Mitarbeiterin angeblich Geld geboten worden sein soll, um Vorwürfe gegen Fellner kundzutun, lautet es.

Das Ansehen der Kronen Zeitung habe Schaden genommen, weil Leser:innen sowie Anzeigenkund:innen einen falschen Eindruck erhalten würden.

Dichands Rechte verletzt

Zudem klagt Dichand persönlich wegen der Veröffentlichung seines Bildes zu den zwei Berichten auf Unterlassung, Anspruch auf Urteilsveröffentlichung und Schadenersatz. Eine weitere medienrechtliche Klage soll klären, ob die Passagen tatsächlich rufschädigend seien. Im Rahmen der vier zivilrechtlichen Klagen drohen dem Bericht zufolge Schadenersatzzahlungen bis zu 80.000 Euro zuzüglich Prozesskosten.

Fellner zeige sich ob der Klageflut "amüsiert", schreibt der Standard. Er hätte Beweise, wie die Krone die Prozesse steuere. (red)

www.krone.at

www.oe24.at

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