Das nächste Skandal à la Wirecard: Lkw-Start-up Nikola ist angeblich nur ein Fake

Schwere Vorwürfe gegen den selbsternannten Tesla-Konkurrenten, an dem sich GM im großen Stil beteiligt hat.

Der US-Autokonzern GM (General Motors) hat sich erst kürzlich mit Aktien im Wert von rund zwei Milliarden Euro am Truckhersteller Nikola beteiligt. Gemeinsam will man Tesla davon sausen. Die Produktion des elektrischen Nikola Trucks Badger, soll Ende Dezember 2022 beginnen. Nun beginnt die Fassade allerdings zu bröckeln.

Hindenburg Research zweifelt die Funktionsfähigkeit der Produkte, insbesondere der batterie- und wasserstoffbetriebenen LKW an: "Wir haben weitreichende Beweise — darunter Telefonmitschnitte, SMS, private Mails und Fotos — gesammelt, die Dutzende falsche Statements belegen. Wir haben ein solches Ausmaß an Betrug bei einem börsennotierten Unternehmen noch nie erlebt", lautet es.

Zudem häufen sich Vorwürfe, dass der Truck für einen Clip nur auf einen Hügel geschleppt wurde und dann die Straße heruntergerollt sei. Der Hersteller hat inzwischen auf den Bericht reagiert, wirft dem Verfasser seinerseits Marktmanipulation vor und rechtfertigt sich damit, dass das Video ja  "In Motion" heiße und keine Rede davon war, dass der LKW mit einem eigenen Antrieb gefahren sei. Auf Twitter schreibt Trevor Milton, US-amerikanischer Milliardär, Geschäftsführer und Gründer der Nikola Motor Company, an alle "Trolls" und "Hater": "Sieht das nach einer Täuschung aus? Vielen Dank an die Ulmer Fabrik- und Montageteams, dass ihr den Trolls zeigt, was Sache ist"

Im Web schreiben viele vom "neuen Wirecard", aber mit dem Unterschied, dass Nikola gar keine Umsätze oder gar Gewinne hat, die man manipulieren könnte. Auch das Analystenhaus Citron Research teilt die Meinung von Hindenburg:

 

Die Aktie von Nikola Motor ist bereits abgestürzt, das Unternehmen hat mehrere Milliarden Dollar an Börsenwert verloren. (jw)

www.nikolamotor.com

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