Aus für Traditionsskigebiet: Es scheitert nur an einer Person

Warum aus dem Comeback von Gaissau Hintersee nichts wird und die ganze Region in Schockstarre verfällt.

Eigentlich wollten die neuen Eigentümer, Bernhard Eibl und Berthold Lindner das Skigebiet Gaißau-Hintersee noch heuer wieder in Betrieb nehmen. Pistenraupen wurden bereits gekauft, neue Zutrittssysteme waren in Vorbereitung und die Pläne für eine künstliche Beschneiung weit fortgeschritten.

Sogar die seilbahntechnische Revision der zwei Jahre stillstehenden Liftanlage ist erfolgt. "Wir haben über den Sommer schon mehr als eine halbe Million Euro in die Modernisierung investiert. Dazu haben wir mehr als zwei Monate lang versucht eine Lösung für alle Beteiligten zu finden und sind dabei auf alle Forderungen eingegangen", sagte Eibl dem ORF.

Verhandlungen gescheitert

"Es gab mit allen Eigentümern tolle Gespräche, alle haben an einem Strang gezogen", so die Eigentümer. Jetzt scheint aber alles zu scheitern, denn der Besitzer des unteren Teils der Skipiste der Zweier-Sesselbahn, stimmt den Plänen in letzter Sekunde nicht zu. Einem Bericht der Krone zufolge wollten die neuen Skigebietsbetreiber eine zentrale Forderung nicht eingehen: Offenbar hätte das Talstationsgebäude abgetreten werden sollen.

Für einen wirtschaftlichen Betrieb des Skigebiets Gaißau-Hintersee sei die Einstiegsstelle beim Zweiersessellift samt den Parkplätzen in Gaißau unbedingt notwendig, so die Unternehmer. Daher müssten sie, wenn der Grundeigentümer sich nicht umstimmen lassen sollte, die Lifte abbauen und verkaufen.

Das mögliche Ende für das Skigebiet schockiert die ganze Region. Adnets Bürgermeister Wolfgang Auer beispielsweise spricht von "einer totalen Katastrophe." Auch im Web häufen sich  kritische Meldungen zur "Neverending Story".

Innerhalb kürzester Zeit schlitterten die Bergbahnen bereits zweimal in die Insolvenz (LEADERSNET berichtete). Ob das letzte Wort in der aktuellen Chose bereits gesprochen ist, bleibt für Insider noch offen. (jw)

www.gaissauhintersee.at

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