Heinz-Christian Strache und Richard Schmitt wollten gemeinsam groß ins Mediengeschäft einsteigen

Die Pläne mit dem Ex-Krone.at-Chefredakteur "seien schon weit fortgeschritten gewesen". 

Heinz-Christian Strache hegte Pläne, ein völlig neues Medium aufzubauen, in dem "alles berichtet werden" kann. Mit an Bord war der damalige Krone.at-Chefredakteur Richard Schmitt, wie der Standard unter Berufung auf Chatnachrichten auf Straches Smartphone, die von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ausgewertet wurden, berichtet.

"Über jede Sauerei schreiben"

"Das wird etwas völlig Neues. Alles wird berichtet werden können! Niemand kann intervenieren", lautet es in einer Chat-Nachricht von Strache an Schmitt im Juli 2019. "Bei der Online-Zeitung wird man über wirklich jede Sauerei, gleich wo, berichten", lautet es weiter. Laut Schmitt, mittlerweile Online-Chef bei oe24.at, sei "nichts dran", er habe "in alle Richtungen und bei allen Parteien Investoren für ein Medienprojekt gesucht." Er habe sich schon immer selbstständig machen wollen. Die Phase nach dem Ibiza-Video, als der Abschied von der Krone klar war, habe er dem Bericht zufolge genutzt, um das zu intensivieren.

Der Nachrichtenverlauf offenbart auch, dass Schmitt und Strache zuvor unter Türkis-Blau in engem Austausch waren und etwa über den Kurs der Print-Krone diskutierten. (red)

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