"Kleinod Prunkstück": Modepuppen sorgen für Sicherheitsabstand

Die Bar-Betreiber zeigen sich kreativ darin, die Gäste beim Einhalten des gesundheitsrelevanten Mindestabstands zu unterstützen.

Im "Kleinod Prunkstück" in der Wiener City haben bereits die ersten Gäste Platz genommen, um das Wiederhochfahren der Gastronomie zu feiern. Zusammen mit dem Atelier Mirow – einem Spezialisten für die Vermietung und kosmetische Aufhübschung von Schaufensterpuppen – und dem Modegeschäft "Philipp Maly" haben die "Kleinod"-Macher rund um Alexander Batik, Oliver Horvath, Philipp Scheiber und David Schober eine kreative Alternative zu den vielzitierten Baby-Elefanten gefunden, um den gesundheitsrelevanten Mindestabstand zu halten.

30 gut gestylte "Gäste" haben seit Dienstagabend bereits an der Bar in der Bäckerstraße 4 Platz genommen und warten ab Freitag auf Gesellschaft, um gemeinsam einen Drink einzunehmen. "Bei den Bestellungen sind unsere neuen 'Stammgäste' noch sehr zurückhaltend, aber sie geben uns schon einen kleinen Vorgeschmack auf unsere Gäste, die wir in den letzten Wochen vermisst haben", schmunzelt Schober.

Italienische Mode als anregendes Tischgespräch

Die Puppen sollen die Gäste auf unterhaltsame Weise auf die Gebote der Stunde aufmerksam machen: Abstand, "Physical Distancing", und weiterhin strikte Einhaltung der Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung zur Eindämmung der COVID-19-Verbreitung. Diesen Job erfüllen die adretten, stillen "Gäste" vorerst nur im "Kleinod Prunkstück".

"Wir führen aktuell keinen Onlineshop, dafür sind die Kosten und Mieten im ersten Bezirk einfach zu hoch. Wir setzen darauf, unser spezielles Service, die Geschichte unseres Hauses, das Flair und die Dienstleistungen in den direkten Verkauf einfließen zu lassen. Die Präsentation im 'Kleinod' macht unsere italienische Mode zum anregenden Tischgespräch", kommentiert Unternehmer Philipp Maly zur unkonventionellen Zusammenarbeit.

© Stefan Joham
Philipp Maly © Stefan Joham

Mit Freitag eröffnet auch das "Kleinod"-Stammhaus in der Wiener Singerstraße und, bei Schönwetter, der "Kleinod Stadtgarten" im Wiener Stadtpark. Er bietet, laut Angaben der Beitreiber, unter Einhaltung aller Auflagen Platz für bis zu 150 Gäste.

COVID-19-Pandemie erfordert strikte Auflagen zum Start

Zur Eröffnung am 15. Mai gelten strikte Sicherheitsregeln der österreichischen Bundesregierung, die auch die Gäste betreffen: Tische werden ausschließlich nach vorheriger Reservierung vergeben, Gruppenreservierungen sind nicht möglich, pro Tisch sind maximal vier Erwachsene zulässig, die Tische werden durch die Mitarbeiter zugeteilt, das Servicepersonal trägt Mund-Nasen-Schutz, die Konsumation an der Bar (Schankbetrieb) ist nicht möglich, Gäste müssen sitzen, der Abstand zwischen Gästen, die nicht an einem Tisch sitzen, wird mindestens einen Meter betragen und es werden auch im laufenden Betrieb verstärkte Hygienemaßnahmen umgesetzt. (red)

www.kleinod.wien

Impressionen von den diversen "Kleinod"-Lokalen finden Sie in unseren Galerien:

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