Corona vereitelt die Rettung des wohl bekanntesten Dessous-Labels der Welt

Aufgrund der Krise um COVID-19 fiel die Übernahme der Mehrheitsanteile von Victoria's Secret durch einen Finanzinvestor ins Wasser.

Für junge Frauen auf der ganzen Welt war es lange Zeit die Erfüllung all ihrer Model-Träume, für dieses Label am Laufsteg zu stehen: Die Rede ist von Victoria's Secret, dem bekannten amerikanischen Dessoushersteller. Top-Models wie Gisele Bündchen, Doutzen Kroes, Adriana Lima, Candice Swanepoel, Heidi Klum und Co. liefen bereits für die Marke, die zum Kult wurde.

Doch seit einiger Zeit kriselt es heftig bei Victoria's Secret: zuerst kamen die roten Zahlen, dann Sexismus-Vorwürfe (LEADERSNET berichtete). Der Firma drohte das Aus, die Rettung sollte durch die Übernahme der Mehrheitsanteile durch einen Finanzinvestor kommen. Diesem Deal kam jedoch die Coronakrise dazwischen.

Verstöße gegen Vereinbarung 

Der US-Mutterkonzern von Victoria's Secret, L Brands, gab vergangene Woche eine Vereinbarung mit dem Finanzinvestor Sycamore Partners bekannt, der eigentlich 55 Prozent hatte übernehmen sollen. Der Dieser Deal war im Februar dieses Jahres beschlossen worden,  die Modemarke war damals mit 1,1 Milliarden Dollar (eine Milliarde Euro) bewertet worden. Nun wurde dieser Deal für nichtig erklärt, die Aktien von L Brands stürzten in der Folge nachbörslich um über zehn Prozent ab. Sycamore war im April vor Gericht gezogen, um die Vereinbarung rückgängig zu machen.

Als Grund für sein Vorgehen gab der Investor an, dass L Brands durch die Schließung zahlreicher Filialen sowie der Beurlaubung von Mitarbeitern und der Aussetzung von Mietzahlungen im Zuge der Corona-Pandemie gegen die Übernahmebedingungen verstoßen habe. Zunächst hatte der Victoria's Secret- Mutterkonzern noch angekündigt, am Kaufvertrag festhalten und sich verteidigen zu wollen. Vergangene Woche wurde jedoch bekannt gegeben, dass sämtliche Rechtsstreitigkeiten einvernehmlich beigelegt worden seien. (red)

www.victoriassecret.com

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